Die Ölpreise verharren zwar immer noch auf hohen Niveaus, doch immerhin wurden in den letzten Wochen keine weiteren Jahreshochs mehr markiert. Nichtsdestotrotz sorgen die anhaltend hohen Notierungen natürlich nach wie vor für enorme Zusatzkosten bei den Fluggesellschaften rund um den Globus. Bernstein Research zeigt auf, wo man nun zugreifen kann.
Die Experten von Bernstein erwarten für die Quartalsberichte der europäischen Fluggesellschaften ein uneinheitliches Bild. Laut Analyst Alex Irving ist die Nachfrage zwar weiterhin solide. Besonders auf Nordatlantikstrecken hilft zudem der schwächere Vorjahresvergleich. Der jüngste Anstieg der Kerosinpreise dürfte diese positiven Effekte jedoch schmälern und die Geschäftsergebnisse im kommenden Jahr belasten.
Für Ryanair bleibt Bernstein bei „Outperform“ und einem Kursziel von 30 Euro. Die irische Airline sei vergleichsweise gut gegen die Treibstoffkrise gewappnet: Sie verfüge über eine starke Bilanz und sichere einen größeren Teil ihres Kerosinbedarfs ab als andere europäische Fluggesellschaften.
Die Lufthansa bewertet Bernstein weiterhin mit „Market-Perform“ und nennt ein Kursziel von 9,00 Euro. Bei der deutschen Airline sieht Irving Risiken für das Erreichen der Jahresziele.
IAG mit reichlich Luft nach oben
Auch für die Aktie der International Airlines Group ist Irving zuversichtlich gestimmt. Er stuft die Anteilscheine unverändert mit "Outperform" und mit einem Kursziel von 550 Britische Pence (umgerechnet 6,49 Euro) ein. Daraus errechnet sich ausgehend vom aktuellen Kursniveau Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent. Seiner Ansicht nach dürfte die Mutter von Iberia und British Airways für Investoren nach wie vor starke Erträge und solide Cashflows erzielen können.
Auch für den AKTIONÄR ist IAG aktuell die attraktivste Wahl im Airline-Sektor. Die günstig bewertete Aktie bleibt ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 4,20 Euro belassen werden.
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