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Nel: Auftragsplus von 224 Prozent – Startschuss zur Trendwende?

Nel: Auftragsplus von 224 Prozent – Startschuss zur Trendwende?
Foto: nel Hydrogen
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Michel Doepke Heute, 08:40 Michel Doepke
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Der skandinavische Wasserstoff-Spezialist Nel hat die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorgelegt. Während der Auftragseingang von Nel im Vergleich zu einem schwachen Vorjahreswert prozentual dreistellig zulegen konnte, enttäuschten die Norweger erneut bei Umsatz und allen voran dem ausgewiesenen Ergebnis.

Zwischen April und Juni verbuchte Nel ein Orderplus von 224 Prozent auf 230 Millionen Norwegische Kronen (20,8 Millionen Euro). Allerdings lag die Messlatte aus dem Vorjahr mit 71 Millionen Kronen sehr niedrig. Der Auftragsbestand ging zudem um drei Prozent auf 1,21 Milliarden Kronen (109,5 Millionen Euro) zurück.

Im zweiten Quartal ging der Umsatz um zwölf Prozent auf 153 Millionen Kronen zurück. Analysten hatten 196 Millionen Kronen auf dem Zettel. Beim EBITDA wiesen die Norweger einen Verlust von 155 Millionen Kronen aus, der die Erlöse damit sogar übersteigt. Noch deutlicher fiel der Fehlbetrag bei EBIT mit 205 Millionen Kronen aus. Der Markt erwartete lediglich ein Minus von 120 Millionen Kronen.

Auch wenn die Ergebnisentwicklung mit 70 Millionen Kronen durch einen Vergleich mit Iwatani negativ belastet wurde, ist die Kostenbasis bei Nel weiterhin viel zu hoch. Immerhin: Nel verfügt über liquide Mittel in Höhe von 1,33 Milliarden Kronen.

Darüber hinaus ist seit einem Monat bekannt, dass CEO Håkon Volldal das Unternehmen verlassen wird. Spätestens ab Januar 2027 wird der Manager den Chefposten beim Verpackungsspezialisten Elopak übernehmen.

Nel (WKN: A0B733)

Dem Quartalsbericht von Nel gibt es erneut wenig Positives abzugewinnen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Anleger warten ab, nachdem die Empfehlung vor wenigen Wochen ausgestoppt wurde.

FAQs:

Was macht Nel?

Bei der Firma handelt es sich um ein norwegisches Wasserstoff-Unternehmen. Der Fokus liegt auf Elektrolyseuren zur Herstellung von grünem Wasserstoff.

Welche Technologien bieten die Skandinavier an?

Nel entwickelt sowohl alkalische und PEM-Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion. Das hat Seltenheitswert, oft fokussieren sich Wasserstoff-Pure-Player nur auf eine Kerntechnologie.

Was ist grüner Wasserstoff?

Grüner Wasserstoff entsteht durch Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarenergie.

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