Nicht nur in Europa sorgen die hohen Preise an den Tankstellen für Kopfzerbrechen. Auch in den USA befinden sich die Dieselpreise auf einem Rekordniveau. US-Präsident Donald Trump könnte nun hart durchgreifen und einen Exportstopp verhängen.
Das könnte zu einer weiteren Verknappung von Diesel auf dem Weltmarkt führen und vor allem Europa treffen. Der Kontinent ist massiv von Dieselimporten abhängig. Durch die geopolitischen Krisen (Russland und Iran) hat sich die Lage in den zurückliegenden Quartalen ohnehin schon verschlimmert.
Umso stärker dürften die Unternehmen in den Fokus rücken, die in Europa in großen Mengen Diesel produzieren können.
Die finnische Neste gehört hier dazu. Das Unternehmen ist der Weltmarktführer bei erneuerbarem Diesel und haben große Produktionsstätten in Europa hochgezogen. Die Nordeuropäer betreiben Raffinerien unter anderem im heimischen Porvoo und dem niederländischen Rotterdam.
Durch die anhaltenden geopolitischen Krisenherde und den hohen Spritpreisen brummt das Geschäft der Finnen. Allein im zweiten Quartal betrug das EBITDA 1,14 Milliarden Euro nach 246 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ein Rekordwert.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Neste-Aktie unverändert in bestechender Form. Am gestrigen Handelstag konnte der Titel den Widerstand im Bereich um 35 Euro schon fast spielerisch nehmen. Sollte das Szenario in den USA eintreten, dürfte das Papier einen weiteren Schub erfahren. Erste Analysten haben zuletzt ihre Kursziele in Richtung 40 Euro nach oben geschraubt.
Der dynamische (charttechnische) Turnaround bei der Neste-Aktie geht weiter. Umso länger die geopolitischen Spannungen anhalten und die Treibstoffpreise dadurch auf einem hohen Niveau verharren, desto mehr wird Neste verdienen – und der Markt die operative Entwicklung mit steigenden Kursen quittieren. Kein Stück aus der Hand geben!
24.09.2026, 09:30
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