Sie ist die am schnellsten wachsende Energietechnologie der Welt – und Peking dominiert den Markt.
In einer Produktionslinie im Südosten Chinas tragen Maschinen eine schwarze Elek-trodenpaste auf ein nur fünf Mikrometer dünnes Kupferband auf – ein Zwanzigstel der Breite eines menschlichen Haars.
Weiter unten in der Fertigungslinie verwandelt ein Team von Robotern, überwacht von einem KI-gestützten Qualitätskontrollsystem, die Streifen in Batteriezellen: Sie werden mit Lasern zugeschnitten, zu Rollen gewickelt und mit einer Kraft zusammengepresst, die dem Gewicht von 23 Tonnen entspricht.
Die Fabrik befindet sich am Hauptsitz von CATL in Ningde. Der Konzern ist der größte Batterieproduzent der Welt und ein Gigant in der Elektroautoindustrie.
Doch die Batterien für Großspeicher, in denen diese Zellen zum Einsatz kommen, sind nicht für die Straßen der Welt bestimmt, sondern für die Energiewirtschaft. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA), der globalen Energieaufsichtsbehörde, sind sie derzeit die am schnellsten wachsende Energietechnologie.
Indem CATL und andere chinesische Hersteller die Batteriekosten gesenkt und die zugrunde liegende Technologie verbessert haben, bieten sie eine Antwort auf ein seit Langem bestehendes Problem der Solar- und Windenergie: ihre Unbeständigkeit – oder, schlicht gesagt, den Umstand, dass sie nur dann Strom erzeugen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht.
Systeme mit chinesischen Batterien können Solarstrom inzwischen noch lange nach Sonnenuntergang speichern. Damit sinkt der Bedarf an Strom aus fossilen Brennstoffen, der bislang eine rund um die Uhr gesicherte Versorgung gewährleistet hat.
„Das ist der entscheidende Punkt“, sagt Michael Liebreich, ein erfahrener Energieanalyst und Berater. Eine Stromversorgung, die mehrheitlich auf der schwankenden Wind- und Solarenergie beruht, erscheine unrealistisch, sagt er – „bis man merkt, dass es günstige Batterien gibt“.
Nach Angaben der Denkfabrik Ember sind die Kosten für Batteriepakete in netzgebundenen Großspeichern allein im vergangenen Jahr um 45 Prozent gesunken. In diesem Jahr sind die Preise aufgrund des knappen weltweiten Lithiumangebots leicht gestiegen. Die Speicherkapazität der weltweit installierten Großbatterien ist heute jedoch laut IEA elfmal so hoch wie vor fünf Jahren.
Die Investitionen in erneuerbare Energien nehmen Fahrt auf: Länder leiden unter den stark gestiegenen Erdgaskosten infolge des US-Kriegs mit dem Iran und rechnen zugleich mit einem wachsenden Strombedarf durch Rechenzentren. In diesem Jahr dürften 40 Prozent mehr Großbatterien installiert werden als 2025, prognostizieren Analysten von S&P Global.
Der Boom bei der Stromspeicherung wirft allerdings eigene Fragen zur Energiesicherheit auf. Regierungen von Washington bis Brüssel betrachten ihre Abhängigkeit von in China gefertigter Ausrüstung mit Sorge. Nach Angaben von Benchmark Mineral Intelligence entfallen 95 Prozent der Großspeicherbatterien auf chinesische Hersteller.
Das rasante Wachstum der Branche stärkt Chinas Position als dominierende Kraft im Bereich der kohlenstoffarmen Energie. Zugleich eröffnen sich dadurch zusätzliche Chancen für chinesische Unternehmen in angrenzenden Märkten, etwa bei Anlagen zur Wind- und Solarstromerzeugung.
Der Boom verändert auch die Stromversorgungssysteme rund um den Globus. „In all unseren Szenarien beobachten wir einen Übergang zu Systemen, die auf erneuerbaren Energien beruhen“, sagt Brent Wanner, Leiter der Abteilung für den Stromsektor bei der IEA. Die langfristigen Energiemarktmodelle der Agentur werden von Regierungen und Investoren genau verfolgt. „Batteriespeicher sind gewissermaßen der Kitt, der solche Systeme zusammenhalten kann.“
Chinas Batterieschub
Die Grundlagen für Chinas Boom bei Batteriespeichern wurden in den Jahren nach Xi Jinpings Machtübernahme 2012 gelegt. Damals versprach er, eine „ökologische Zivilisation“ aufzubauen.
Die Regierung verstärkte ihre Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien, um die Energiesicherheit zu erhöhen, die Luftverschmutzung in den Städten zu bekämpfen und sich in einer Branche mit großem globalem Wachstumspotenzial einen strategischen Vorteil zu sichern. Die Erzeugung von Solar- und Windenergie stieg kräftig an. Das wiederum förderte den Ausbau der Produktionskapazitäten und senkte die Kosten – beides trug weltweit zu einem rasanten Zubau erneuerbarer Energien bei.
Gleichzeitig begann die chinesische Regierung, Elektroautos massiv zu subventionieren. Sie wollte Chinas Stärke bei Batterien nutzen und die Position des Landes in der Automobilbranche ausbauen, in der es lange Zeit nur schwer mit der Konkurrenz Schritt halten konnte.
Das befeuerte den Aufstieg von CATL. Das 2011 gegründete Unternehmen sollte Batterien für Elek-troautos herstellen. Seinen Sitz hat es in Ningde, einer wenig bekannten Fischerstadt nahe dem Ort, an dem Gründer Robin Zeng aufgewachsen ist.
Heute produziert das Unternehmen 40 Prozent der weltweiten Batterien für Elektroautos. Plug-in-Fahrzeuge machen inzwischen fast zwei Drittel der Neuwagenverkäufe in China aus.
Doch das ist nur ein Teil der Batteriebranche. Bis 2021 war dem chinesischen Staat klar geworden, dass große Mengen erneuerbarer Energie verschwendet wurden: Solar- und Windkraftanlagen erzeugten oft deutlich mehr Strom, als das Netz aufnehmen konnte.
„ Batteriespeicher sind der Kitt, der die Systeme zusammenhält. “
Integration in großem Maßstab
Daraufhin startete die Regierung eine strategische Offensive, um Batteriespeicher in großem Maßstab ins Stromnetz zu integrieren. In weiten Teilen des Landes mussten Projektentwickler große Speicher bauen oder in Auftrag geben, um eine Genehmigung für neue Wind- und Solarparks zu erhalten.
Auch bei diesem Vorhaben stand CATL an vorderster Front. Die Produktion von Zellen für Großspeichersysteme ist heute die am schnellsten wachsende Sparte des Unternehmens. Im ersten Halbjahr entfielen weltweit 22 Prozent der Zellverkäufe für solche Systeme auf CATL. Damit ist der Konzern in China und auf den internationalen Märkten führend. Infolge der staatlichen Initiative stieg Chinas Batteriespeicherkapazität nach Angaben des Branchenverbands Energy In-stitute von 2,4 Gigawatt im Jahr 2020 auf mehr als 140 Gigawatt Ende vergangenen Jahres. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sank der Anteil der Kohle an Chinas Stromerzeugung erstmals überhaupt unter 50 Prozent.
Auch die Exporte chinesischer Großbatterietechnik sind stark gestiegen. BloombergNEF schätzt, dass in diesem Jahr außerhalb Chinas neue Batteriespeicherkapazitäten von 84,6 Gigawatt hinzukommen – 65 Prozent mehr als im Vorjahr.
„Das ist eindeutig ein weltweiter Trend“, sagt Jeh Vevaina, Investmentchef für den Energiebereich beim Vermögensverwalter Brookfield. „Wir beobachten das in all unseren Märkten – in Europa, den USA, Asien, eigentlich überall, wo wir tätig sind.“
In einer riesigen, sonnenverbrannten Wüstenregion südlich von Abu Dhabi entsteht derzeit ein Kraftwerk im Wert von sechs Milliarden Dollar. Es soll rund um die Uhr eine Leistung von einem Gigawatt liefern – genug, um dem durchschnittlichen Strombedarf von mehr als zwei Millionen europäischen Haushalten zu entsprechen. Eine gewaltige Batterieanlage, die von den chinesischen Unternehmen BYD und Sungrow installiert wird, soll tagsüber überschüssigen Solarstrom aufnehmen. Dieser kommt von Millionen Solarmodulen, die sich über eine Fläche von 90 Quadratkilometern erstrecken. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Strom wieder abgegeben.
Der Projektentwickler, das staatliche Unternehmen für saubere Energie Masdar, präsentiert das Vorhaben als Blaupause für ähnliche Projekte an anderen Orten. Das könnte den Einsatz kostengünstiger erneuerbarer Energie stärker ausweiten, als es bislang möglich schien, und zugleich die Argumente für weitere Investitionen in fossil befeuerte Kraftwerke schwächen, die rund um die Uhr sogenannte Grundlast liefern.
„Als Branche standen wir immer vor der Herausforderung, dass erneuerbare Energien nicht kontinuierlich verfügbar sind“, sagt Mohamed Jameel Al Ramahi, Vorstandschef von Masdar. „Dieses Projekt zeigt, dass erneuerbare Energien zu einer grundlastfähigen Lösung werden können.“
Im Mai stellte die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (Irena), der mehr als 170 Regierungen angehören, fest, dass die Kosten hybrider Kraftwerke aus erneuerbaren Energien und Speichern so stark gesunken seien, dass sie in vielen Teilen der Welt eine verlässliche, rund um die Uhr verfügbare Stromversorgung ermöglichen könnten. Diese wäre vergleichbar zuverlässig wie die Versorgung durch fossil befeuerte Kraftwerke – und gleich teuer oder günstiger.
In Indien veranstaltete die Regierung im August eine Ausschreibung für erneuerbaren Strom, der rund um die Uhr geliefert werden soll. Die Bieter mussten eine typische Versorgungssicherheit wie bei Kohlekraftwerken gewährleisten. Den Zuschlag erhielt eine Gigawatt Solar- und Speicherkapazität zu niedrigeren Kosten als bei jüngeren Kohleverträgen.
Inzwischen werden in Indien in großem Stil Batterien aus chinesischer Produktion eingesetzt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres baute das Land siebenmal so viel neue Stromspeicherkapazität zu, wie Ende 2025 insgesamt installiert war, berichtet das Energieforschungsunternehmen Mercom India. Ein großer Teil des Zuwachses geht auf ein einzelnes, riesiges Solar- und Speicherprojekt der Adani Group zurück. Ihr Gründer Gautam Adani hat versprochen, die Initiative von Premierminister Narendra Modi für saubere Energie zu unterstützen.
Die Regierung plant nun Vorschriften, nach denen neue Solar- und Windkraftanlagen mit Speichern ausgestattet werden müssten – ähnlich wie die Regeln, die den Durchbruch der Speicherbranche in China vorangetrieben haben. Klimaschützer hoffen, dass dies Indiens starke Abhängigkeit von Kohle, dem klimaschädlichsten fossilen Brennstoff, verringern wird.
„Geben wir dem Ganzen noch zwei oder drei Jahre … Wenn das alles erst einmal aufgebaut ist, werden wir sehen, dass der Bedarf an Kohlestrom sinkt“, sagt Sumant Sinha, Vorstandschef von ReNew, einem der größten Entwickler erneuerbarer Energien in Indien.
„Die Anlagen sind sicher“
Chinas Batteriehersteller sind inzwischen klar auf dem Vormarsch.
Ningde belegte in diesem Jahr in einer Rangliste der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) den dritten Platz unter den weltweit „innovationsintensivsten“ Standorten. Die Stadt liegt damit zwischen Cambridge in Großbritannien und dem Forschungscluster Boston-Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Die Auszeichnung spiegelt die mehr als 60.000 Patente wider, die CATL angemeldet hat – mehr als seine größten Wettbewerber zusammen. Zeng wiederum ist mit einem Vermögen von 50 Milliarden Dollar der viertreichste Mensch Chinas.
Doch CATL und andere Unternehmen laufen inzwischen Gefahr, Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Je wichtiger die Technologie für den Übergang zu erneuerbaren Energien zu werden scheint, desto größer ist bei Behörden in wichtigen Märkten die Sorge über die Abhängigkeit von Lieferungen aus einem einzigen Land – und über eine mögliche Einflussnahme Pekings.
Anfang September erhielt Ford-Chef Jim Farley einen scharf formulierten Brief des US-Verkehrsministers Sean Duffy. Darin äußerte dieser „tiefe Besorgnis“ über die Partnerschaft des Autoherstellers mit CATL.
Während Joe Bidens Präsidentschaft hatte Ford stark in die Elektroautotechnologie investiert. Doch nach Donald Trumps erneuter Machtübernahme wurden Bidens industriepolitische Fördermaßnahmen abgeschafft.
Im Dezember kündigte Ford an, seine ungenutzte Batteriekapazität für eine zwei Milliarden Dollar schwere Expansion in ein neues Geschäftsfeld einzusetzen: stationäre Batteriespeicher, die das Unternehmen im Rahmen eines Lizenzabkommens mit CATL produzieren würde. „Es besteht kein Zweifel, dass der Markt für Batteriespeicher explodiert“, sagte Farley im August.
Fords Strategie ist nun auf den Widerstand der Regierung gestoßen. Duffy warnte in seinem Brief vor einer „Abhängigkeit von Technologien ausländischer Gegner“. Der Fall ist ein weiteres Beispiel für Washingtons Widerstand gegen das Vordringen chinesischer Technologie. Zuvor hatte die Regierung bereits Unternehmen wie den Telekommunikationsausrüster Huawei und die Social-Media-App TikTok ins Visier genommen.
Im August ermächtigte Trump das Energieministerium, Batteriespeichertechnik mit chinesischer Verbindung aus Gründen der nationalen Sicherheit vom US-Stromnetz auszuschließen. Washington hat zudem die Regeln für Steuergutschriften für Batteriespeicher überarbeitet und damit begrenzt, wie viele chinesische Komponenten US-Unternehmen einsetzen dürfen.
Einige US-Vertreter sagen, in chinesischen Speicheranlagen könnten Chips verbaut sein, die eine Fernsteuerung oder Abschaltung ermöglichen. Ähnliche Bedenken gibt es in der EU. Dort haben die Behörden Schritte unternommen, um öffentliche Fördermittel für Speicherprojekte zu beschränken, die bestimmte Schlüsselkomponenten aus Ländern verwenden, die als „hochriskant“ gelten – darunter China.
Diese Bedenken seien unbegründet, sagt Cao Renxian, der Gründer von Sungrow, einem der weltweit größten Anbieter von Großbatteriesystemen. „Es geht um Handel, nicht um Sicherheit“, sagt Cao in der Firmenzentrale in der ostchinesischen Provinz Anhui. „Wir wissen alle, dass die Anlagen sicher sind.“
Wie Wettbewerber der Batteriebranche, darunter CATL und BYD, versucht auch Sungrow, die europäischen Sorgen über eine zu große Abhängigkeit von Importen aus China zu zerstreuen. Dazu baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten in großem Maßstab auf dem Kontinent aus. In den USA rechnet Sungrow hingegen mit einem allmählichen Umsatzrückgang, weil die Beschränkungen verschärft werden.
Der US-Kurs werde eine stärkere Abhängigkeit von alternativen Anbietern wie den südkoreanischen Unternehmen Samsung SDI und LG Energy Solution erzwingen, sagt Anna Darmani, Analystin für Batteriespeicher bei Wood Mackenzie. Deren Speicherbatterien seien deutlich teurer.
„ Es besteht kein Zweifel, dass der Markt für Energiespeicher explodiert. “
Die US-Energieinformationsbehörde EIA geht dennoch davon aus, dass die Speicherkapazität im US-Stromnetz weiter stark zunehmen und sich zwischen 2025 und 2027 verdoppeln wird. Energieversorger versuchen, den steigenden Strombedarf von Rechenzentren zu decken. Batteriespeicher seien „der wichtigste Hebel, der noch bleibt, um die neue Nachfrage zu bedienen“, sagt Andy Bowman, Vorstandschef von Jupiter Power, einem der größten Entwickler von Speicherprojekten in den USA.
Der durch künstliche Intelligenz ausgelöste Strombedarf hat die Grenzen der heutigen Speichertechnologie offengelegt. Entwickler von Rechenzentren in den USA investieren auch in die Stromerzeugung vor Ort – überwiegend in Form von Gaskraftwerken, trotz sinkender Kosten für erneuerbare Energien und Batterien.
„Nicht überall gibt es die richtige Kombination aus erneuerbaren Energiequellen und verfügbarer Fläche, die nötig ist, um große Mengen an erneuerbarer Energie samt Speicher auszubauen“, sagt Lucia Tian, Direktorin für fortschrittliche Energietechnologien bei Google.
Ein weiteres Problem: Lithium-Ionen-Batteriespeicher sind meist darauf ausgelegt, nur einige Stunden lang Strom bereitzustellen. Daher könne es „wirtschaftlich schwierig“ sein, genügend Kapazität aufzubauen, um längere Phasen ungewöhnlich geringer Solar- oder Windstromerzeugung vollständig abzusichern, sagt Tian.
Tian fügt jedoch hinzu, dass Google erneuerbare Energien und Speicher nutzen werde, um einen großen Teil des Stroms für seine neuen Rechenzentren bereitzustellen. Außerdem werde das Unternehmen in alternative Speichertechnologien mit langer Speicherdauer investieren, die über deutlich längere Zeiträume Strom liefern können. Google hat Speicherprojekte bei Form Energy in Auftrag gegeben, dessen Technologie reversible Rostbildung nutzt, um Energie bis zu 100 Stunden lang zu speichern. Hinzu kommt ein Projekt des italienischen Unternehmens Energy Dome, dessen System mit komprimiertem Kohlendioxid arbeitet.
Chinas Batteriehersteller betonen jedoch, dass einige ihrer größten Fortschritte noch bevorstehen.
Im vergangenen Monat begann CATL mit der kommerziellen Auslieferung von Stromspeichereinheiten mit Natriumbatterien. Natrium ist ein reichlich vorhandener Rohstoff und ersetzt darin Lithium. „Wenn die Produktionsmengen steigen, erwarten wir, dass die Technologie deutlich günstiger sein wird als Lithium“, sagt Ni Jun, Produktionschef von CATL.
Auch Fortschritte bei der Lithium-Ionen-Technologie verlängern die Zeit, über die Speichersysteme Strom liefern können.
Im Juni stellte die in Shanghai ansässige Envision Group ein neues System vor, das bis zu 16 Stunden Speicherleistung ermöglichen soll. Derzeit sind auf dem Markt etwa vier Stunden üblich. In der Inneren Mongolei entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben Chinas größtes KI-Rechenzentrum, das mit vor Ort erzeugter erneuerbarer Energie und Batteriespeichern betrieben werden soll.
Envision-Gründer Zhang Lei sieht in solchen Projekten ein Modell für den Rest der Welt – sofern es gelingt, das zu überwinden, was er als irrationale Angst vor einer Abhängigkeit von in China hergestellten Anlagen betrachtet.
China verdiene Respekt dafür, Energietechnologie zu schaffen, die „nicht nur nachhaltig, sondern auch äußerst wettbewerbsfähig ist“, sagt Zhang.
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