Gaspreis auf Mehrjahreshoch – Equinor auf Allzeithoch

Gaspreis auf Mehrjahreshoch – Equinor auf Allzeithoch
Foto: Yogesh-K-Shah/shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 09:34 ‧ Thorsten Küfner
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Die Aktie von Equinor ist nun auf ein neues Allzeithoch geklettert. Denn der europäische Erdgaspreis steigt immer weiter. Am Dienstag erreichte er den höchsten Stand seit Ende 2022. Der TTF-Kontrakt für den nächsten Monat kostete in Amsterdam zeitweise 87,20 Euro je Megawattstunde – rund drei Prozent mehr als am Vortag.

Als Gründe gelten Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus sowie das Auffüllen der Speicher vor dem Winter. Seit Monatsbeginn verteuerte sich Gas um mehr als ein Fünftel, seit Jahresanfang hat sich der Preis etwa verdreifacht. Zu Beginn des Ukraine-Kriegs war er noch stärker gestiegen und zeitweise auf über 300 Euro je Megawattstunde geklettert.

Commerzbank-Analyst Norman Liebke nennt Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen im Nahen Osten als Treiber. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route für Energielieferungen aus der Golfregion. Zugleich erhöhten die vom Iran unterstützten Huthi mit Angriffen auf Saudi-Arabiens wichtigsten Flughafen den Druck auf Washington, sich stärker in den Jemen-Konflikt einzuschalten. Eine Eskalation könnte die Lage weiter verschärfen.

Die Gasexporte aus der Region lägen deutlich unter dem Vorkriegsniveau, sagte Liebke. „Katar, der größte LNG-Exporteur der Region, kommt derzeit auf Ausfuhren von nur 20 bis 30 Prozent seiner Exportkapazität“, erklärte er.

Und jetzt auch noch Deutschland...

Zusätzlichen Auftrieb erhält der Preis durch Deutschlands Bestrebungen, die Reserven vor dem Winter zu erhöhen, was das Wirtschaftsministerium von Katharina Reiche (CDU) bisher eher vernachlässigte. Der Bund wies den Energieversorger SEFE erst im vergangenen Monat an, zusätzliches Gas für die Speicher zu beschaffen. Diese sind derzeit knapp zu 60 Prozent gefüllt; der saisonale Fünfjahresdurchschnitt beträgt 87 Prozent.

Equinor (WKN: 675213)

Die aktuelle Gas-Knappheit spielt dem norwegischen Energieriesen Equinor weiterhin voll in die Karten. Die mit einem 2027er-KGV von 10 immer noch relativ günstige Dividendenperle ist ein attraktives Investment, zumal auch der Chart aussichtsreich ist. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 27,00 Euro belassen werden.

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