Das Forschungsduo Moderna und Merck & Co steht vor der Veröffentlichung extrem wichtiger Daten. Am 24. Oktober werden die Unternehmen auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid detailliertere Phase-3-Studiendaten zum personalisierten Hautkrebsimpfstoff vorlegen, der in den vergangenen Wochen für eine Neubewertung der Moderna-Aktie geführt hat.
Die Markterwartungen sind extrem hoch. Laut den Gesellschaften sei Intismeran autogene in Kombination mit Keytruda von Merck & Co die "erste und bislang einzige Kombinationstherapie, die bei diesen Patienten im adjuvanten Melanom-Setting gegenüber Keytruda allein statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen des rezidivfreien Überlebens (RFS) und des fernmetastasenfreien Überlebens (DMFS) gezeigt hat".
Nun müssen den Worten aber auch konkrete Daten respektive Zahlen folgen. Vor allem auf die Hazard Ratio (HR) dürfte der Markt mit Argusaugen blicken. Hierbei handelt es sich um ein statistisches Maß aus der medizinischen und epidemiologischen Überlebensanalyse. Bei einem Wert niedriger als 1 ist das Risiko für das Ereignis (Krankheitsprogression oder gar Tod) in der beobachteten Gruppe geringer.
Die Gretchenfrage dürfte bleiben, wie niedrig der Wert in der Phase-3-Studie "INTerpath-001" ausgefallen ist. Angesichts der extremen Neubewertung der Aktie darf sich der mRNA-Spezialist hier keinen Fauxpas leisten.
Die Analysten der UBS schreiben, dass die Markterwartungen für das rezidivfreie Überleben (RFS) bei einer Hazard Ratio (HR) von etwa 0,65 liegen – das würde einer Risikoreduktion von rund 35 Prozent oder mehr entsprechen.
Im Kurs der Moderna-Aktie sind im Vorfeld des ESMO-Meetings jede Menge Vorschusslorbeeren eingepreist. DER AKTIONÄR liegt mit der Position im Depot seit Aufnahme Mitte Mai knapp 300 Prozent im Plus. Nach Teilverkäufen wird die restliche Position mit einem Stopp bei 155 Euro versehen.
Indes hat AKTIONÄR-Redakteur Michel Doepke drei weitere Biotech-Aktien ausfindig gemacht, die auf dem bevorstehenden ESMO-Kongress für Furore sorgen könnten. Im Aktien-Report "Durchbruch bei Krebs" lernen Sie das aussichtsreiche Trio kennen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna.
Aktien der Moderna befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 14:55
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