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Nvidia: Gefährliche Kreditblase?

Nvidia: Gefährliche Kreditblase?
Foto: NurPhoto/Jonathan Raa/picture alliance/dpa
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Michael Herrmann 01.12.2025, 19:06 Michael Herrmann

Nvidias KI-Chips sind das heißeste Gut im Tech-Sektor – und zugleich die Basis eines riskanten Kreditbooms. Meint niemand geringerer als Jim Chanos, der einst schon als einer der ersten vor dem Enron-Skandal warnte. Er sieht ein massives Risiko drohender Kreditausfälle bei den Kunden des Chipgiganten.

Die KI-Chips von Nvidia haben einen neuen Kreditmarkt entstehen lassen. Aufstrebende Anbieter im Bereich KI-Cloud-Computing – sogenannte Neoclouds – finanzieren ihre Expansion zunehmend über Kredite, die direkt mit den hochgehandelten GPUs des Chipriesen besichert sind.

Ziel ist es, Rechenzentren mit Nvidia-Hardware auszustatten und die Rechenleistung anschließend an Technologiekonzerne zu vermieten, die große KI-Modelle trainieren oder betreiben.

Vier Unternehmen dieser jungen Branche – drei davon mit Nvidia als Investor – sollen laut einem Bericht von The Information bereits Schulden von mehr als 20 Milliarden US-Dollar aufgebaut haben. Grundlage dieser Finanzierungen ist immer das gleiche Modell: GPUs als Sicherheit, Kredite aufnehmen, weitere GPUs kaufen, schneller wachsen.

Starinvestor und Leerverkäufer Jim Chanos, bekannt durch seine frühe Warnung vor Enron, sieht mit dem KI-Kreditboom deutliche Risiken verbunden. Viele dieser Neoclouds hätten bislang keinen belastbaren Weg zur Profitabilität, betont er im Gespräch mit Yahoo Finance. Bleibe die Profitabilität aus, drohten Zahlungsausfälle.

Chanos warnt: „Geschäftsmodelle wie die Neoclouds – viele der KI-Unternehmen selbst – sind derzeit schlicht verlustbringend. Wenn sich das nicht ändert, wird es zu Ausfällen bei diesen Krediten kommen.“

Trotz seines Rufes als scharfer Bilanzanalyst ist die Prognosefähigkeit von Jim Chanos mit Vorsicht zu genießen. Mehrere seiner prominenten Short-Wetten – etwa gegen Tesla oder einzelne Solar- und Technologiewerte – liefen jahrelang gegen ihn. Seine Warnungen verdienen Aufmerksamkeit, sollten aber nicht als verlässliche Marktsignale verstanden werden.

Nvidia (WKN: 918422)

Für Anleger bleibt entscheidend: Der GPU-Boom sorgt für enorme Dynamik im Markt – und das daran dürfte sich auf absehbare Zeit wenig ändern. Das gilt ebenfalls für Nvidias Dominanz unter den KI-Chips. Dazu dürfte auch der heutige Milliardendeal mit Synopsis beitragen. Die Aktie bleibt daher ein Kauf.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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