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Nvidia: Die größte Blase seit Dotcom?

Nvidia: Die größte Blase seit Dotcom?
Foto: Getty Images
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06.03.2024, 15:12 ‧ Leon Müller

Nvidia steigt wieder. Super Micro Computer steigt weiter. Stellt sich die Frage: Grüßen hier die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts? Die 00er-Jahres des neuen? Erleben wir gerade bei Nvidia, Super Micro Computer & Co die neue Mega-Bubble? Eine Billionen-Dollar-Blase, die kurz vor dem Platzen steht? 

Nvidia im Blasen-Modus? Die Aktie des  KI-Profiteurs ist im vergangenen Jahr um 255 Prozent im Wert gestiegen. Immer wieder gibt es Stimmen, die behaupten, dahinter stecke eine Blase. Der Hype um Künstliche Intelligenz und damit verbundene Anwendungen erinnerten zunehmend an die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende, als alles stieg, was nur im entferntesten Sinne mit Web und E-Commerce zu tun hatte. Doch Fakt ist: Während die Aktie von Nvidia sich im Wert mehr als verdreifacht hat, sind auch die Gewinne explodiert. Nvidia verdiente im zurückliegenden Geschäftsjahr 288 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Gewinn ist also stärker gestiegen als der Aktienkurs, wodurch sich die wichtige Bewertungskennziffer PEG-Ratio (Price-Earning to Growth-Ratio = KGV im Verhältnis zum Gewinnwachstum) sogar verbessert hat.

Spitzenbewertungen sind gerechtfertigt

Ben Snider, Analyst bei Goldman Sachs, sieht insbesondere aufgrund dieser Entwicklung keine Blase: "Wir sind der Meinung, dass es sich nicht um eine Blase handelt, und die einfachste Erklärung dafür ist, dass die Preise und Bewertungen dieser Megacap-Aktien, ob man sie nun die Mag Seven oder anders nennt, wirklich durch eine Kombination aus überragendem Wachstum und starken Bilanzen angetrieben wurden, und beide Qualitäten haben in der Vergangenheit Spitzenbewertungen gerechtfertigt."

Nvidia (WKN: 918422)

Auch wenn die Kursverläufe Fahnenstangen ähneln, auch wenn sie suggerieren, der Himmel sei die Grenze: Noch steckt der Markt nicht in der Blasenbildung. Und falls doch, dann erst am Anfang einer solchen. Ein Faktor, den es zu beobachten gilt, ist die Frage, wie viele Anleger auf Pump in den Aktienmarkt investieren. Sollte der kreditfinanzierte Kauf von Aktien zunehmen, drohen zumindest ausgeprägtere, zeitlich dramatische Korrekturen. Darauf deutet aber derzeit nichts hin. Und solange Unternehmen wie Nvidia ihre Gewinne steigern - mitunter sogar schneller als die Kurse gen Norden klettern - besteht unter Bewertungsgesichtspunkten kein Grund zur Panik.  

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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