Die leistungsfähigsten KI-Chips nützen wenig, wenn die Datenbasis fehlt. Hinter jedem Training und jeder Anfrage wächst ein unsichtbarer Bedarf: Daten müssen gespeichert, übertragen und jederzeit verfügbar gemacht werden. Dieser Speicherhunger sorgt für massives Gewinnwachstum und rückt diese Profiteure ins Rampenlicht.
Künstliche Intelligenz wird häufig mit Rechenleistung gleichgesetzt. Im Hintergrund entscheidet jedoch eine zweite Ressource über die Leistungsfähigkeit moderner Systeme: Speicher. KI-Modelle werden mit riesigen Datenmengen trainiert, greifen auf Wissensbestände zu und erzeugen neue Inhalte. Texte, Bilder, Videos und synthetische Trainingsdaten müssen dauerhaft abgelegt werden.
Dabei werden verschiedene Technologien kombiniert. Besonders schnelle Speicher liefern Daten an Prozessoren. Für die langfristige Ablage großer Datenmengen zählen dagegen Kapazität und Kosten. In Rechenzentren wächst die Nachfrage mit jeder neuen KI-Anwendung. Ein zusätzlicher Treiber sind KI-Agenten. Sie erledigen Aufgaben selbstständig, greifen auf Datenquellen zu und erzeugen neue Informationen. Auch autonome Fahrzeuge, Robotik und Industrieanwendungen liefern Sensordaten für Analysen und Trainingsprozesse. Der Speicherbedarf nimmt fortlaufend zu.
Wie groß die Dynamik ist, zeigt Micron. Der Speicherspezialist meldet am Mittwoch, den 30. September, seine Zahlen für das vierte Quartal. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 346 Prozent auf 41,46 Milliarden Dollar, der Gewinn schoss auf 28,24 Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Management rund 50 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Auch weniger bekannte Unternehmen wachsen kräftig, denn sie bedienen viele Kunden und profitieren von derselben Nachfrage.
Die Entwicklung ist nicht an den Erfolg eines einzelnen KI-Modells gebunden. Unabhängig davon, wer bei Anwendungen oder Chips vorne liegt, wird Speicherinfrastruktur benötigt. Welche Zulieferer gut positioniert sind und wie sich ihre Gewinnperspektiven entwickeln, zeigt der neue Aktienreport „Schaufelbauer: KI-Boom 2.0“.
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Lam-Research-Call: +287 Prozent in 61 Tagen
CrowdStrike-Call: +420 Prozent in 78 Tagen
Palantir-Call: +535 Prozent in 81 Tagen
28.09.2026, 12:35
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