Apple liefert in zwei Wochen, am 30. Juli, seine nächsten Quartalszahlen ab. Vorab hat die Citigroup ihr Kursziel kräftig erhöht und das Kaufvotum bestätigt. Dabei ist der Tech-Riese in einen erbitterten Rechtsstreit mit seinem ehemaligen KI-Verbündeten verwickelt.
Das Wichtigste kurz und knapp:
• Citi hat das Kursziel für Apple von 315 auf 365 Dollar angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt.
• Trotz Konkurrenz, Preisdruck und Rechtsstreit mit OpenAI sehen die Analysten Apple weiter gut positioniert.
• Die Apple-Aktie notiert nahe ihrem Allzeithoch; ein neuer Impuls könnte mit den Quartalszahlen und dem iPhone-Zyklus kommen.
Citi-Research-Analystin Asiya Merchant hob ihr Kursziel für die Aktie von 315 Dollar auf 365 Dollar an und bestätigte zugleich ihre Kaufempfehlung. Merchants neues Kursziel impliziert damit ein Aufwärtspotenzial von knapp 14 Prozent.
Nach Ansicht der Analystin ist Apple trotz des harten Wettbewerbs bei Smartphones und PCs weiterhin gut positioniert, um Marktanteile zu gewinnen, wie die Nachrichtenseite CNBC berichtet. Die Einführung des iPhone 18 im September „stellt einen wichtigen Katalysator dar, der die Anlegerstimmung weiter stärken könnte“, schrieb Merchant in der aktuellen Studie.
Die Expertin geht davon aus, dass Apple mit der selektiven Anhebung von Preisen — wie das Unternehmen sie erst Ende des vergangenen Monats vorgenommen hat — Margendruck abfedern kann, während die treue Kundschaft die Nachfrageschwäche begrenzt.
Obwohl sich die jüngsten Preiserhöhungen nur auf Macs und iPads bezogen, erwartet sie im kommenden iPhone-Zyklus weitere Anhebungen, „wobei der Fokus wahrscheinlich stärker auf den höherpreisigen Modellen liegen wird, bei denen wir eine robustere Nachfrage erwarten“.
Jüngst kam es zu einem Bruch zwischen Apple und seinem einst engen KI-Partner OpenAI. Erst vergangene Woche hatte der iPhone-Hersteller Apple OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt. Apple wirft dem ChatGPT-Anbieter vor, geistiges Eigentum „auf jeder Ebene“ gestohlen zu haben, um eigene Hardware zu entwickeln.
OpenAI wies die Vorwürfe zurück und erklärte über einen Sprecher, das Unternehmen habe „kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Firmen“. Noch vor zwei Jahren arbeiteten beide Firmen zusammen, um ChatGPT in das Betriebssystem des iPhones zu integrieren.
Die Spannungen hatten sich bereits seit dem vergangenen Jahr aufgebaut, als OpenAI mit der Übernahme von IO Products in den Hardware-Bereich vorstieß. Das Start-up wurde von dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive mitgegründet. Die aktualisierte Version von Apples Siri-Assistenten, die in diesem Herbst erscheinen soll, basiert statt auf OpenAIs Modellen auf Googles Gemini-KI.
Bei der Aktie von Apple läuft es derweil bestens. Das Papier notiert nur noch knapp unter dem Anfang Juni bei 317,40 Dollar markierten Allzeithoch. Die Kaufempfehlung des AKTIONÄR aus Ausgabe 27/2026 gilt weiterhin. Das mittelfristige Kursziel liegt bei 320 Euro.
FAQs zu Apple
Was macht Apple langfristig zu einem guten Tech-Investment?
Die fundamentale Stärke liegt in der enormen Größe und Marktmacht des Konzerns. Dies verleiht Apple eine vorteilhafte Verhandlungsposition und erlaubt es, selbst in schwierigen Marktphasen organisch zu wachsen.
Wie steuert Apple seine Umsatzströme über das Jahr?
Um die Abhängigkeit vom dominierenden Weihnachtsquartal zu reduzieren, nutzt Apple zunehmend auch das Frühjahr für breite Produktvorstellungen. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung der Erlöse über das gesamte Kalenderjahr.
Welche operativen Risiken bestehen für den Konzern?
Risikofaktoren sind die Abhängigkeit von globalen Lieferketten sowie akute Engpässe bei kritischen Komponenten wie Halbleitern. Zudem bergen Partnerschaften mit bestimmten ausländischen Zulieferern geopolitische und regulatorische Risiken.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
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