Einer der größten Geldgeber von OpenAI nennt Künstliche Intelligenz in den falschen Händen „super gefährlich“.
Masayoshi Son hat alles auf Künstliche Intelligenz gesetzt. Am Sonntag stand der SoftBank-Chef in Kyoto neben Michael Kratsios, dem Technologieberater des Weißen Hauses, und klang plötzlich wie ein Mahner: Superintelligenz könne in den falschen Händen „super gefährlich“ werden, die Staaten müssten die mächtigsten Modelle gemeinsam kontrollieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
SoftBank: Knapp 65 Milliarden Dollar im Feuer
Die Warnung wiegt schwer, weil sie von einem der größten Geldgeber der Branche kommt. Erst am 1. Oktober hat SoftBank die letzte Tranche an OpenAI überwiesen, der Einsatz summiert sich damit auf knapp 65 Milliarden Dollar. Bezahlt wurde mit geliehenem Geld: Ein Teil der im September platzierten Anleihen kostet 9,75 Prozent Zins im Jahr – so viel zahlen sonst nur Schuldner mit schwacher Bonität. An Sons Vision ändert das nichts. Bis 2040 sollen KI und lernende Maschinen mindestens 20 Prozent der Weltwirtschaftsleistung stellen, rund 46 Billionen Dollar.
Darin liegt der Zwiespalt. Strengere Aufsicht, wie Son sie fordert, kann die Entwicklung bremsen und den Tag hinausschieben, an dem sich die Beteiligung zu Geld machen lässt – die Zinsen aber laufen schon heute. Die Gegenseite: Kratsios stellte in Kyoto eine Initiative von 17 Ländern vor, darunter Deutschland, die KI in der Forschung einsetzen wollen. Die Politik drückt also weiter aufs Tempo.
In Frankfurt schloss die Aktie am Freitag bei 36,6 Euro, ein Minus von 0,44 Prozent. Der Widerstand liegt bei rund 39 Euro. Halt bietet die 100-Tage-Linie bei 33,8 Euro, an der die Aktie zuletzt wieder nach oben drehte. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 28,9 Euro, der Kurs liegt rund 26,6 Prozent darüber. Fällt die Aktie unter die 100-Tage-Linie, rückt die 50-Tage-Linie bei 31,8 Euro in den Blick.
Ein Land fehlt unter den ersten Unterzeichnern von Kyoto: China. Peking setzt bei Künstlicher Intelligenz und Chips auf eigene Anbieter – und deren Aktien haben gegenüber den hoch bewerteten US-Vorbildern Nachholpotenzial. Welche chinesischen Unternehmen aus diesen Zukunftsbranchen bereits jetzt ins Portfolio gehören, erfahren Sie im Börsenbrief China Stock Report.
05.10.2026, 08:12
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