Der Speicherchip-Spezialist Micron steht vor einer beispiellosen Sonderkonjunktur und versetzt die Wall Street in Ekstase. Laut neuesten Berichten sind die Produktionskapazitäten für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits jetzt praktisch restlos vergeben. Erfahren Sie hier, warum Analysten das Kursziel für den KI-Profiteur fast verdoppelt haben und weshalb die Aktie trotz knapper Kapazitäten als einer der Top-Picks im Halbleitersektor gilt.
Die Nachfrage nach hocheffizienten Speicherlösungen für künstliche Intelligenz sprengt derzeit alle Dimensionen. Das Analysehaus Piper Sandler hat auf diese Entwicklung reagiert und die Einstufung für Micron auf Overweight belassen, während das Kursziel von 275 Dollar auf spektakuläre 400 Dollar nach oben geschraubt wurde. Die Analysten Harsh Kumar und Josh Dunn betonten in einer aktuellen Mitteilung, dass die Kapazitäten für das Jahr 2026 faktisch ausverkauft seien und es nur begrenzte Möglichkeiten gebe, kurzfristig neue Produktionseinheiten hinzuzufügen. Diese Verknappung führt dazu, dass die Nachfrage das Angebot auf absehbare Zeit deutlich übersteigen wird, was Micron eine enorme Preismacht verleiht.
Besonders im Fokus stehen dabei High-Value-Produkte wie der neue HBM4-Speicher. Das Management von Micron gab zu verstehen, dass die Preisgestaltung für diese kritischen Komponenten künftig verstärkt am gelieferten Nutzwert für den Kunden ausgerichtet wird. Da die technologische Verkleinerung der Chips immer schwieriger zu bewerkstelligen ist und enorme Investitionen sowie Zeit erfordern, ist die Branche in eine Ära der Mehrjahresverträge eingetreten. Kunden sichern sich zunehmend langfristige Liefergarantien für LPDDR- und HBM-Produkte, da Speicher im KI-Zeitalter zu einer existenziellen Ressource geworden ist. Micron plant zwar, das Angebot im Jahr 2026 durch verbesserte Fertigungsprozesse um rund 20 Prozent gegenüber 2025 zu steigern, doch selbst dieses Plus wird den Hunger des Marktes wohl kaum stillen können.
Für Anleger ergibt sich daraus ein attraktives Szenario. Die Aktie profitiert nicht nur von steigenden Preisen, sondern auch von einer deutlich verbesserten Planbarkeit der Umsätze durch die langfristigen Abnahmeverträge. „Wir sehen das Unternehmen als extrem gut positioniert an“, erklärten die Analysten von Piper Sandler. Während andere Chiphersteller mit schwankenden Auslastungen kämpfen, kann Micron seine Produktion am Limit fahren und dabei von Margen träumen, die noch vor wenigen Jahren unerreichbar schienen. Der Halbleiterzyklus scheint durch den KI-Boom in eine strukturelle Wachstumsphase übergegangen zu sein, in der Micron eine Schlüsselrolle spielt.
Micron hat sich vom zyklischen Chiphersteller zum unverzichtbaren Rückgrat der KI-Revolution gewandelt. Die Nachricht über die ausverkauften Kapazitäten bis Ende 2026 dürfte die Bewertung der Aktie nachhaltig nach oben treiben. Wer auf die Fortsetzung des KI-Booms setzt, kommt an diesem Speicher-Giganten derzeit kaum vorbei. DER AKTIONÄR bleibt bullish.
07.01.2026, 19:05