Zwei alte Bekannte könnten in Ohio gemeinsame Sache machen: Laut einem Medienbericht sollen zwischen SK Hynix und Intel Gespräche über die Fertigung von Speicherchips in den USA laufen. Beide Aktien springen am Mittwoch vorbörslich um rund drei Prozent an. Das steckt hinter den Deal-Gerüchten.
- SK Hynix könnte Fabrikflächen von Intel in Ohio mieten oder mit Intel und Cloud-Anbietern ein Gemeinschaftsunternehmen gründen.
- Intel würde finanziell entlastet, während SK Hynix erstmals Speicherchips in den USA produzieren und mögliche Zölle umgehen könnte.
- Im Chip-Titans-Index, der auf die Halbleiterbranche setzt, machen Intel und SK Hynix zusammen knapp elf Prozent aus.
Intel und SK Hynix kennen sich bereits bestens: 2020 einigten sich die beiden Unternehmen darauf, dass SK Hynix das NAND- und SSD-Portfolio von Intel für neun Milliarden Dollar kaufen wird. Im März 2025 wurde die Transaktion dann endgültig abgeschlossen. Nun prüfen der US-Prozessorhersteller und der südkoreanische Speicherchipkonzern Reuters zufolge eine gemeinsame Speicherchip-Produktion in den USA. Die Verhandlungen befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Weder Investitionssumme, noch Produktionsvolumen, Zeitplan oder die konkreten Chiptypen wurden bislang vereinbart.
Nach den Berichten liegen derzeit zwei Varianten auf dem Tisch: SK Hynix könnte einen Teil von Intels entstehendem Fabrikkomplex im US-Bundesstaat Ohio anmieten und dort eigene Fertigungslinien betreiben. Alternativ wäre ein Gemeinschaftsunternehmen denkbar, an dem sich neben Intel und SK Hynix auch große Cloud-Anbieter als weitere Geldgeber und Abnehmer beteiligen. Sie könnten sich so langfristig Speicherchip-Kapazitäten sichern.
Heute, 14:51
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