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23.09.2020 Michael Schröder

Grenke: Erste Investoren kaufen zu

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Grenke

Leasingspezialist Grenke ist ins Fadenkreuz des britischen Finanzinvestors und Leerverkäufers Fraser Perring geraten. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zwar als unbegründet zurück. Doch die Verunsicherung der Anleger ist nach dem Wirecard-Skandal groß. Die Aktie stürzte ab. Institutionelle Investoren steigen ein.

In die laufende Verkaufswelle hinein hat der britische Grenke-Großinvestor Jupiter Fund Management seine Beteiligung an der Gesellschaft aus Baden-Baden erhöht. Zum 16. September kletterte der Anteil der Fondsgesellschaft von 5,004 auf 5,67 Prozent. Am 17. September hat der Verleger und Investor Norman Rentrop seinen Grenke-Anteil über die Meldeschwelle von drei auf 3,24 Prozent ausgebaut.

Das Crash-Tief nach den Betrugsvorwürfen erreichte die Grenke-Aktie am 17. September bei 23,92 Euro. Aktuell werden die Papiere wieder für rund 34 Euro gehandelt.

Grenke (WKN: A161N3)

Der Fondberater Gané stellt sich ebenfalls hinter den Leasinganbieter. „Wir können aus den Vorwürfen keine Anhaltspunkte ableiten, dass der Konzernjahresabschluss der Grenke AG zum 31. Dezember 2019 nicht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt“, so Gané in einer schriftlichen Stellungnahme.

Dennoch zeige die Aufarbeitung der Ereignisse, dass es noch Potenzial für Verbesserungen gebe, meint der Aktionär, so die Strategen. „Insbesondere die gestiegenen rechtlichen und organisatorischen Anforderungen in den Bereichen Governance, Risk Management & Compliance (GRC) erhöhen den Druck auf mittelständisch geprägte und ehemals inhabergeführte Unternehmen. Insoweit halten wir eine organisatorische Änderung und Weiterentwicklung des erfolgreichen Franchise-Systems der Grenke AG für notwendig“, so Gané weiter.

Auch wenn erste institutionelle Investoren der Gesellschaft den Rücken stärken. Um verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen, muss Grenke versuchen, noch mehr Transparenz in die komplexe Unternehmensstruktur zu bringen. Die Aktie stand vor der Short-Attacke nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR und sie steht auch nach dem Kurseinbruch nicht darauf.

(Mit Material von dpa-AFX)