Zum Wochenauftakt hat die Wall Street uneinheitliche Kursentwicklungen verzeichnet. Während der Dow Jones leicht zulegte, mussten der Nasdaq 100 und der S&P 500 Verluste hinnehmen. Im Fokus standen dabei abermals die Papiere des Börsenneulings SpaceX sowie des US-Speicherchipherstellers Micron Technology.
• Micron Technology und Intel stemmen sich gegen die Schwäche im Techsektor.
• Micron legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss Quartalszahlen vor.
• SpaceX weitet die Kursverluste aus.
Das Marktgeschehen wurde von globalen Ereignissen dominiert. Die Entspannungssignale in den Verhandlungen über den Iran-Konflikt, insbesondere durch Vermittlungsbemühungen von Katar und Pakistan sowie die Genehmigung von Ölverkäufen durch das US-Finanzministerium, haben den Ölpreis unter Druck gesetzt. Brent fiel um 3,31 Prozent auf 77,90 Dollar gefallen, während WTI um 2,3 Prozent nachgab.
Im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Inflationsdaten (PCE-Preisindex) zeigten sich Anleger ohnehin zurückhaltend. Nachdem die letzte Sitzung der Federal Reserve hawkish gewirkt hat, sind die Spekulationen auf eine Zinsanhebung im Oktober gestiegen.
SpaceX unter massivem Verkaufsdruck
Bei den Einzelwerten stand der Abverkauf von SpaceX im Fokus. Nachdem das Unternehmen von Elon Musk erst am 12. Juni mit einem Rekord-IPO an die Börse gegangen war, hat sich die Euphorie schlagartig in eine Korrektur verwandelt.
Der Kurs ist am Montag um 16 Prozent eingebrochen, womit die Aktie ihre Verluste auf drei aufeinanderfolgende Handelstage ausgeweitet hat. Seit dem Börsendebüt ist der Wert fast 24 Prozent unter seinen Höchststand gefallen. Die Anleger reagierten besorgt auf die Ankündigung einer Anleiheemission, obwohl das Unternehmen im Börsenprospekt einen Cashbestand von über 100 Milliarden Dollar ausgewiesen hatte.
Glück im Unglück hatten indes DER AKTIONÄR-Leser, die dank eines geschickt platzierten Stoppkurses rechtzeitig einen Gewinn von 28 Prozent einstrichen.
Alphabet schwächelt, Micron glänzt
Auch im Technologiesektor sind dunkle Wolken aufgezogen. Alphabet hat mit einem Minus von 5 Prozent besonders deutlich nachgegeben; hier haben Sorgen über Abgänge von Top-Talenten im KI-Bereich für Verunsicherung gesorgt. Amazon Meta und Microsoft haben mit Abschlägen zwischen zwei bis vier Prozent ebenfalls ein Minus verzeichnet.
Als ein leuchtendes Gegenbeispiel präsentierte sich jedoch Micron Technology präsentiert. Der Chip-Hersteller ist um sechs Prozent gestiegen, beflügelt durch Optimismus im Vorfeld der Quartalszahlen, die für Mittwoch erwartet werden. Die Aktie markierte im Handelsverlauf ein Rekordhoch bei 1.213,56 Dollar und steigerte dieses nachbörslich noch auf 1.227 Dollar. Auch andere Halbleiterwerte wie Intel (+5 Prozent) und Advanced Micro Devices (+1 Prozent) konnten sich dem schwachen Marktumfeld entziehen.
Die KI-Rally bekommt langsam Risse. Der Markt blickt jetzt gespannt auf die anstehenden von Quartalszahlen von Micron und Cerebras. Im Aktien-Report „Die KI-Blase platzt“ hatte China-Experte Michael Diertl erst kürzlich erklärt, mit welchen zwei exklusiven Optionsscheinen Anleger nicht nur ihr Portfolio gegen weiter fallende Kurse schützen, sondern sich zugleich die Möglichkeit sichern, bis März 2027 eine saftige Rendite von 222 Prozent einzufahren.
FAQs
Seit wann gibt es den Dow Jones?
Der Dow Jones Industrial Average, kurz „Dow Jones“, ist einer der ältesten und bekanntesten Aktienindizes der Welt. Er wurde am 26. Mai 1896 von Charles Dow, dem Mitbegründer von Dow Jones & Company, ins Leben gerufen. Ursprünglich enthielt er lediglich zwölf US-Unternehmen aus der Industrie.
Was misst der Dow Jones?
Der Dow Jones bildet die Wertentwicklung von 30 der bedeutendsten und wirtschaftlich einflussreichsten börsennotierten US-Unternehmen ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Indizes ist er ein preisgewichteter Index. Das bedeutet, dass Unternehmen mit einem höheren Aktienkurs einen stärkeren Einfluss auf die tägliche Berechnung des Index haben als Unternehmen mit einem niedrigeren Kurs.
Wie viele Unternehmen sind im Dow Jones gelistet?
Der Dow Jones umfasst konstant 30 Unternehmen. Im Gegensatz zu Indizes wie dem DAX oder dem S&P 500, die nach der Marktkapitalisierung zusammengesetzt sind, werden die Mitglieder des Dow Jones von einem Komitee ausgewählt. Diese Zusammensetzung wird bei Bedarf angepasst, um sicherzustellen, dass der Index weiterhin einen repräsentativen Querschnitt durch die führenden Sektoren der US-Wirtschaft darstellt.
Heute, 22:30