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DAX‑Neuling Hochtief: Ein neues Kapitel

DAX‑Neuling Hochtief: Ein neues Kapitel
Foto: monticello/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 07:35 Thorsten Küfner

Der Baukonzern Hochtief wird heute in den DAX aufgenommen. Der Konzern verdrängt dort den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE. Der Aufstieg ist die Folge des starken Laufs der Aktien in den vergangenen Monaten. Die Essener profitieren massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) sowie von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen.

Zusammenfassung:

• Hochtief steigt heute in den DAX auf und ersetzt dort die Porsche SE. Treiber des starken Kursanstiegs sind vor allem die hohe Nachfrage nach Rechenzentren für KI-Anwendungen sowie umfangreiche Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen.

• Der Konzern ist weltweit im Bau von Infrastrukturprojekten aktiv und deckt ein breites Spektrum von Straßen, Brücken und Flughäfen bis hin zu Rechenzentren, Energieanlagen und militärischer Infrastruktur ab. Den Großteil des Geschäfts erwirtschaftet Hochtief über seine Auslandstöchter in den USA und Australien.

• Die Aktie hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Vorstandschef Juan Santamaría Cases sieht weiteres Wachstumspotenzial insbesondere in den Bereichen KI, Digitalisierung, Verteidigung und Technologieinfrastruktur.


Darüber hinaus kommen die stetig steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern. Der Aktienkurs hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Ein Börsenwert von rund 39 Milliarden Euro reicht für den DAX, auch wenn nur rund 20 Prozent der Hochtief-Aktien im Streubesitz sind. Die übrigen 80 Prozent liegen in den Händen des spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS, der schon seit Mitte 2011 bei Hochtief das Sagen hat. 

Die Hochtief AG ist die Konzernobergesellschaft für ein weltweit verzweigtes Geflecht von großen Baufirmen. Gebaut wird fast alles: Wolkenkratzer und Krankenhäuser, Straßen und Brücken, Tunnel und Flughäfen. Aber auch Anlagen für die Energiewende wie Solarparks, Rechenzentren, Bergbauanlagen und militärische Infrastruktur errichten die zu Hochtief gehörenden Unternehmen. Im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) finanziert und betreibt Hochtief Projekte wie Schulen oder Autobahnen. Die ehemalige RWE-Tochter ist außerdem schon lange im Bau und Rückbau von Atomkraftwerken aktiv. Der Konzern baute allein in Deutschland 13 Atomkraftwerke - und ist nun auch am Rückbau beteiligt, etwa im hessischen Biblis. Den größten Teil des Geschäfts macht der Baukonzern mit seinen Auslandstöchtern Turner (USA) und Cimic (Australien).

Unternehmenschef Juan Santamaría Cases, der auch Vorstandschef von ACS ist, sieht Hochtief vor allem in Wachstumsbereichen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Verteidigung sowie im Tech-Sektor gut positioniert. In diesen Bereichen steigt die Nachfrage nach moderner Infrastruktur immer stärker. Tech-Konzerne stecken wegen wachsender Datenmengen und des KI-Trends viel Geld in den Ausbau von Rechenleistung. Aber auch Regierungen weltweit haben ihre Budgets für die Verteidigung deutlich erhöht. So erhielt die ACS-Tochter vor wenigen Monaten einen Auftrag aus einem Milliardenprojekt der Bundeswehr.

Hochtief (WKN: 607000)

Anleger können bei der AKTIONÄR-Altempfehlung weiterhin an Bord bleiben und die Gewinne laufen lassen. Der Stoppkurs kann bei 425,00 Euro belassen werden. 

Enthält Material von dpa-AFX

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