Microsoft liefert den Anlegern neue Argumente für die KI-Wette. Azure hat im Geschäftsjahr 2026 erstmals mehr als 100 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, das Wachstum der Cloud-Sparte beschleunigte sich im Schlussquartal auf 43 Prozent. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Die Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur steigen rasant, während der freie Cashflow unter Druck gerät.
Microsoft hat im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2026 erneut starke Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 90,0 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 4,74 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 4,24 Dollar. Auch der Nettogewinn legte deutlich zu. Für zusätzlichen Rückenwind sorgte der Ausblick: Microsoft rechnet im laufenden Quartal mit einem Umsatz von bis zu 90,95 Milliarden Dollar.
Der wichtigste Wachstumstreiber bleibt Azure. Der Umsatz mit Azure und anderen Cloud-Diensten erhöhte sich um 43 Prozent und damit schneller als im Vorquartal. Im Geschäftsjahr 2026 überschritt Azure erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Gleichzeitig gewinnt Microsoft mit Copilot zunehmend zahlende Kunden. Die Zahl der bezahlten Microsoft-365-Copilot-Sitze stieg binnen eines Quartals von mehr als 20 auf über 30 Millionen.
Anleger feiern die Zahlen mit einem außergewöhnlichem Kursfeuerwerk und die Aktie legt in einer Woche um fast 30 Prozent zu.
Allerdings hat die Wachstumsstory auch Schattenseiten. Microsoft investiert massiv in Rechenzentren, Chips und weitere KI-Infrastruktur. Einschließlich Finanzierungsleasing beliefen sich die entsprechenden Ausgaben im Quartal auf rund 41 Milliarden Dollar – 69 Prozent mehr als im Vorjahr. Der freie Cashflow sank gleichzeitig um 23 Prozent. Für das neue Geschäftsjahr stellte Finanzchefin Amy Hood weitere steigende Investitionen in Aussicht.
Microsoft liefert überzeugende Belege für die zunehmende Monetarisierung von KI. Nun muss der Konzern zeigen, dass Azure und Copilot nicht nur schnell wachsen, sondern die hohen Investitionen auch nachhaltig in steigende Gewinne und Cashflows umwandeln. Gelingt das, bleibt Microsoft aussichtsreich positioniert.
Microsoft steht für den großen KI-Trend. Doch die nächste starke US-Aktie muss nicht zwangsläufig zu den bekannten Technologiekonzernen gehören - im Gegenteil. Der TSI-USA-Börsendienst spürt systematisch Unternehmen mit starkem Momentum aus über 3.000 US-Aktie auf – ganz frisch sind vier neue Aktien im Depot, das seit Jahresbeginn 75 Prozent zulegen konnte.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
Heute, 11:42
Bei Google bevorzugen