Der Biosprit-Hersteller Verbio hat am Donnerstag seinen Bericht für das vergangene Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende Juni) vorgelegt. Das Unternehmen profitiert weiterhin von hohen Marktpreisen und will beim EBITDA im kommenden Fiskaljahr weiter zulegen.
Verbio steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 den Umsatz um 18,5 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBITDA explodierte förmlich um 1.262 Prozent von 14,2 Millionen Euro auf knapp 194 Millionen Euro. Damit übertraf der Hersteller von Biodiesel, -ethanol und -methan sogar noch leicht die Anfang August kommunizierte vorläufige Zahl von rund 192 Millionen Euro.
Besonders stark entwickelte sich der operative Cashflow, der bei 164,6 Millionen Euro lag. Damit konnte Verbio den Schuldenabbau weiter forcieren. Gleichzeitig verbesserte sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens um 1,5 Prozentpunkte auf 59,7 Prozent.
Prognose im Rahmen der Erwartungen
Was das bereits laufende Geschäftsjahr 2026/27 angeht, dürfte das Management rund um Firmenlenker Claus Sauter erneut konservativ agieren. Verbio peilt für das neue Geschäftsjahr ein EBITDA in einer Größenordnung zwischen 210 und 250 Millionen Euro an. Die Analysten rechnen im Schnitt mit 241 Millionen Euro.
"Die Ausgangslage von Verbio ist heute deutlich besser als vor zwölf Monaten. Wir haben unsere Verschuldung reduziert, die Effizienz unserer Anlagen verbessert und von den veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen profitiert", so CEO Sauter. "Unser Anspruch bleibt, in unseren Märkten zu den Besten zu gehören. Deshalb werden wir auch weiterhin mit hoher Disziplin arbeiten und unsere Wettbewerbsfähigkeit konsequent weiter stärken."
Verbio profitiert von anhaltend hohen Marktpreisen, blickt allerdings gewohnt vorsichtig auf das neue Geschäftsjahr. Die Aktie darf auf der Watchlist von spekulativ ausgerichteten Anlegern nicht fehlen, die klare Signale von der Charttechnik abwarten sollten.
Heute, 08:18
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