Nvidia-Crash: Jetzt spricht ein Buffett-Liebling

Nvidia-Crash: Jetzt spricht ein Buffett-Liebling
Foto: Howard Marks
Brookfield Asset Management Ltd -%
Lars Friedrich 28.01.2025, 20:35 Lars Friedrich

Wird das doch der Anfang vom Rebound? Nach Startschwierigkeiten ist die Aktie von Nvidia im US-Handel nach dem gestrigen Abverkauf zuletzt doch deutlich ins Plus gedreht. Zwischenstand: 126,46 Dollar, ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vortagesschlusskurs. Unterdessen hat sich ein Star-Investor zu den gestrigen Marktturbulenzen geäußert.

Die Memos von Howard Marks zum Zustand der Finanzmärkte gehören zur Lieblingslektüre von Investment-Legende Warren Buffett. Nun hat sich Marks, Mitbegründer der Investmentfirma Oaktree Capital, auf der Global Alts 2025 Konferenz in Miami Beach zum breiten Marktrückgang nach dem Nvidia-Abverkauf am gestrigen Montag geäußert.

Die Nvidia-Aktie hatte rund 17 Prozent nachgegeben und fast 600 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt. Auslöser dafür waren Meldungen über Fortschritte des chinesischen KI-Entwicklers DeepSeek.

Nvidia (WKN: 918422)

Irrationale Verkäufe

Marks zufolge war der Rückgang ein Beispiel für die kurzfristige Psychologie und Irrationalität der Märkte, insbesondere im Zusammenhang mit dem aktuellen Hype um KI. Das berichtet die Financial Times.

Neben Nvidia wurden auch andere Unternehmen stark abgestraft, darunter Brookfield Asset Management, Apollo Global, KKR und Blackstone. Marks kritisierte diesen breiten Abverkauf, da er fundamental nicht gerechtfertigt sei: „Wenn es nur objektive und rationale Investoren gäbe, hätte die Nachricht über Nvidia keine negativen Auswirkungen auf andere Unternehmen haben dürfen.“

KKR & Co Inc (WKN: A2LQV6)

Warnung vor KI-Hype

Marks verglich die aktuelle Situation mit früheren Marktblasen, insbesondere der Dotcom-Krise im Jahr 2000. In solchen Phasen dominieren Optimismus, Gier und die Angst, Chancen zu verpassen.

Marks warnte, dass der KI-Hype ähnliche Risiken birgt wie frühere spekulative Exzesse.

Seitenhieb gegen Trump

Marks äußerte sich auch zur politischen Lage in den USA unter der neuen Trump-Regierung. Die Politik sei stark auf „Anti-Establishment“-Maßnahmen ausgerichtet, aber es fehle eine klare Strategie. Unvorhersehbarkeit und Widersprüchlichkeit würden die Unsicherheit an den Märkten erhöhen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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