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Nvidia über DeepSeek: „Exzellent“

Nvidia über DeepSeek: „Exzellent“
Foto: Shutterstock
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Lars Friedrich 27.01.2025, 22:36 Lars Friedrich

Nvidia hat heute massiv an Börsenwert verloren. Die Aktie ging mit einem Minus von 17 Prozent aus dem Handel. Schlusskurs: 118,42 Dollar. Damit ist Nvidia auch unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie gefallen. Grund für den Crash: Der chinesische KI-Entwickler DeepSeek hat mit seinem neuen Modell für Aufsehen gesorgt.

Anleger haben nun Sorgen bezüglich der Nachfrage nach KI-Hardware. Inzwischen hat sich auch Nvidia zu DeepSeek geäußert. Groll hegt man beim Unternehmen anscheinend nicht. Jedenfalls bezeichnete Nvidia in einer Stellungnahme das Modell von DeepSeek als einen „exzellenten Fortschritt in der KI“.

Das neue Modell von DeepSeek zeige auf, „wie neue Modelle durch Test Time Scaling erstellt werden können“. Diese Technik nutze „weit verbreitete Modelle und Rechenressourcen, die vollständig den US-Exportkontrollvorschriften entsprechen“.

Nvidias Statement impliziert, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass DeepSeek gegen die US-Beschränkungen für den Zugang zu fortschrittlichen Chips verstoßen haben könnte. Diese Exportkontrollen verhindern, dass Nvidia seine besten Produkte ohne spezielle Genehmigungen an chinesische Unternehmen verkauft – Genehmigungen, die in der Regel nicht erteilt werden.

Analysten und Experten äußerten Zweifel, dass DeepSeek seine technologische Errungenschaft ohne Verstöße gegen die Exportkontrollen erreichen konnte (siehe weiterführende Beiträge am Artikel-Ende).

Allerdings sagt Nvidia auch: Zwar seien die leistungsfähigsten GPUs für das Training großer KI-Modelle für chinesische Unternehmen schwer zugänglich, doch für die Ausführung der Modelle – das sogenannte Inference – seien weiterhin „signifikante Mengen an Nvidia-GPUs sowie leistungsstarke Netzwerke erforderlich“.

Nvidia (WKN: 918422)

Auch Nvidia bestätigt also die eigene Relevanz in Sachen KI. Positiv aus Anlegersicht: Zumindest bislang gibt es vom Unternehmen keine Prognosesenkung. Bestenfalls entpuppt sich der größte Verlust der Börsengeschichte als normale Korrektur, wenn Anleger in ein paar Monaten zurückblicken.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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