++ Zinsdruck steigt: Diese 3 Aktien halten dagegen ++

Fed‑Protokoll: Nächste Zinserhöhung 2026 – was das für Aktien jetzt bedeutet

Fed‑Protokoll: Nächste Zinserhöhung 2026 – was das für Aktien jetzt bedeutet
Foto: Sipa USA/picture alliance/dpa
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Ingo Nix Heute, 08:03 ‧ Ingo Nix
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Die US-Notenbank will wohl den Leitzins bis Jahresende weiter anheben. Das zeigt das Protokoll der Sitzung vom 16. September, das die Fed am Mittwochabend veröffentlicht hat. Offen bleibt der Termin: Der 28. Oktober gilt als unwahrscheinlich, damit rückt der 9. Dezember nach vorn. 

Fed-Protokoll: Wie viele Notenbanker wollen erhöhen?

Von 18 Mitgliedern mit eigener Prognose rechnen 16 mit einer weiteren Erhöhung in diesem Jahr, für 2027 sieht die Runde keinen Schritt mehr. Der Leitzins liegt seit September bei 3,75 bis 4,00 Prozent, der Beschluss fiel einstimmig. Viele Teilnehmer nannten einen höheren Zinspfad eine Versicherung gegen eine Inflation, die sich über dem Ziel festsetzt.

Aber: Das Protokoll ist drei Wochen alt. Seitdem wurde die Kernrate des PCE-Preisindex, des bevorzugten Inflationsmaßes der Fed, für August mit drei Prozent gemeldet und damit niedriger als erwartet. Der Terminmarkt zieht daraus eine klare Linie: Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung am 28. Oktober bei 17,7 Prozent, bis zum 9. Dezember bei 86,2 Prozent. Vor einer Woche sahen die Händler den Oktober noch bei 24,4 Prozent. Für Aktien zählt ohnehin weniger das Datum als der Preis des Geldes: Je mehr eine Staatsanleihe abwirft, desto mehr Gewinn muss eine Aktie liefern, um daneben zu bestehen.

Rendite: Wo stehen US- und Bundesanleihen?

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Mittwoch in der Spitze auf 5,36 Prozent. Die Fed-Mitglieder erklärten den Renditeanstieg bis September im Protokoll mit der Erwartung höherer Leitzinsen, dem Ausbau der KI-Infrastruktur und dem soliden Wachstum. Europa kann sich dem nicht entziehen: Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte zeitweise mit 3,49 Prozent, französische Staatspapiere mit 4,91 Prozent. Frankreichs Notenbankchef Emmanuel Moulin sieht sein Land beim Defizit in einer Risikozone. Sichere Zinsen sind damit auf beiden Seiten des Atlantiks wieder eine echte Konkurrenz für Aktien – umso mehr kommt es jetzt auf die Gewinne der Unternehmen an.

DAX (WKN: 846900)

Der DAX verlor am Mittwoch rund 1,4 Prozent auf 25.104 Zähler, und auch die vorbörslichen Indikationen heute Morgen tendieren schwächer. Damit notiert der Index unter der 50-Tage-Linie bei 25.826 und der 100-Tage-Linie bei 25.412 Punkten, bis zum 52-Wochen-Hoch bei 26.619 Punkten fehlen rund sechs Prozent. Eine wichtige Unterstützung ist die 200-Tage-Linie bei 24.852 Punkten. Rutscht der DAX darunter, wäre der Aufwärtstrend seit dem Frühjahr in Gefahr, über 25.412 Punkten wäre der Rücksetzer vorerst aufgefangen.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Der S&P 500 schloss am Mittwoch bei rund 7.802 Punkten, ein Minus von nur 0,2 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 7.845 Punkten fehlen gut 40 Punkte. Unterstützung bietet die 50-Tage-Linie bei 7.680 Punkten, die 100-Tage-Linie liegt bei 7.575, die 200-Tage-Linie bei 7.241 Punkten. Ein Schluss über 7.845 Punkten wäre ein neues Jahreshoch, unter 7.680 Punkten wäre der kurzfristige Aufwärtstrend angeschlagen.

Vor der anstehenden Berichtssaison wächst die Zuversicht für die amerikanischen Unternehmen, deren Gewinnschätzungen zuletzt entgegen dem üblichen Muster angehoben wurden. Sollten die Konzerne erneut positiv überraschen, könnte auch der DAX von einem starken Schlussquartal profitieren. Wo DER AKTIONÄR jetzt neue Chancen sieht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe hier. 

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