Der große DAX-Check – 40 Aktien, 40 Tipps mit Biss
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10.01.2022 Nikolas Kessler

Bitcoin & Co: Das sieht nicht gut aus

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Bitcoin

Der Bitcoin setzt seine Verlustserie am Montag fort und ist dabei erstmals seit September wieder unter die Marke von 40.000 Dollar zurückgefallen. Auch bei den meisten Altcoins werden zu Wochenbeginn weitere Verluste geschrieben.

Fast 16 Prozent hat der Bitcoin alleine seit Jahresanfang verloren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg droht damit der schwächste Jahresstart seit dem Anfangstagen der Digitalwährung. Sie ist dabei zeitweise bis auf 39.796,57 Dollar – und damit auf den tiefsten Stand seit September 2021 – zurückgefallen. Nach einem kleinen Rebound notiert sie inzwischen aber wieder klar oberhalb der 40.000er-Marke und im Bereich der Unterstützung bei rund 40.700 Dollar.

Auch viele Altcoins unter Druck

Auch zahlreiche große Altcoins haben ihre Talfahrt zuletzt noch einmal beschleunigt. Bei Ethereum summiert sich das Minus seit 1. Januar sogar auf fast 20 Prozent. Zeitweise kostete die Nummer 2 nach Market Cap am Montag wieder wieder weniger als 3.000 Dollar. Einige der Top-Gewinner des letzten Jahres wie Gala, Kadena oder Axie Infinity sind sogar noch stärker unter Druck geraten und haben seit Jahresbeginn bis zu einem Drittel an Wert eingebüßt.

Grund für die deutlichen Gewinnmitnahmen am Kryptomarkt sind die Aussichten auf Ende der lockeren Geldpolitik der Fed, das am Montag auch bei den großen US-Aktienindizes für weitere Verluste sorgt. „Kryptowährungen bleiben sehr wahrscheinlich unter Druck, wenn die Fed ihre Liquiditätsspritzen reduziert“, so Jay Hatfield, CEO von Infrastructure Capital Advisors gegenüber Bloomberg. Riskantere Investments wie Aktien von unprofitablen Tech-Unternehmen, Meme Stocks und Kryptowährungen seien von einer strafferen Notenbankpolitik überproportional betroffen.

Ist der Boden bald erreicht?

Auch Bloomberg-Experte Mike McGlone hat die 40.000er-Marke als wichtige technische Unterstützung identifiziert. Seiner Einschätzung nach seien Kryptowährungen ein gutes Barometer für die nachlassende Risikobereitschaft der Marktteilnehmer. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und der Vorreiterrolle des Bitcoin unter den Digitalwährungen sieht er auf lange Sicht aber trotzdem noch Potenzial.

Noelle Acheson, Head of Market Insights bei Genesis Global Trading, vermutet hinter den aktuellen Verkäufen vor allem kurzfristige Trader, die nun aus dem Markt geschüttelt werden, gab sie gegenüber Bloomberg zu Protokoll. Die Daten scheinen diese These zu belegen: Die Zahl der Bitcoins, die seit mindestens einem Jahr nicht mehr bewegt wurden, liegt nach Daten des Portals coinmarketcap.com nämlich relativ konstant bei 56 Prozent.

Experten wie Mike Novogratz rechnen damit, dass der Bitcoin im Bereich zwischen 38.000 und 40.000 Dollar endlich einen Boden finden wird – ein Szenario, das auch DER AKTIONÄR begrüßen würde. Rund um die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Mittwoch und etwaige Maßnahmen der Fed dürfte die Lage jedoch sehr volatil bleiben.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Für langfristig investierte Anleger heißt es daher: Augen zu und durch. Neueinsteiger in den Kryptomarkt warten eine Stabilisierung ab, ehe sie bei Bitcoin und Ethereum wieder einen Fuß in die Tür stellen.

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.   

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