Der Bitcoin präsentiert sich auch am Freitag zurückhalten. Zwar konnte sich die bekannteste Kryptowährung nach der deutlichen Korrektur in den vergangenen Tagen und einem neuen Wochentief am Morgen zuletzt stabilisieren, neuer Schwung kommt jedoch nicht auf. Derzeit notiert der Bitcoin bei 76.973 Dollar. Noch am Montag war ein Bitcoin mehr als 80.000 Dollar wert. Die vorherige Gewinnserie über drei Wochen ist damit beendet.
Belastend wirkt vor allem die Aussicht auf eine mögliche Zinserhöhung der US-Notenbank Fed. Die Zinsentscheidung folgt am kommenden Mittwoch. Steigende Zinsen machen Bitcoin tendenziell unattraktiver, da die Digitalwährung keine laufenden Erträge abwirft. Gestiegene Erzeuger- und Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck. Die Energiekosten wurden durch die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten zusätzlich angeheizt.
Der Markt ist gespalten: Die Chance auf eine Zinserhöhung wird auf knapp 70 Prozent geschätzt. Die US-Inflationsdaten könnten weitere Klarheit liefern. Die Europäische Zentralbank hatte ihre Leitzinsen bereits am Vortag angehoben.
Timo Emden, Chefmarktanalyst bei Captrader, sieht vor allem die Sorge vor geldpolitischen Enttäuschungen als Belastung für die Risikobereitschaft. Politischer Rückenwind aus Washington vor den US-Zwischenwahlen könnte Verluste begrenzen. Hoffnungen auf weniger Regulierung durch die US-Regierung hatten Bitcoin vergangene Woche noch beflügelt.
Vom Jahreshoch bei knapp 98.000 Dollar im Januar ist Bitcoin weit entfernt. Im Herbst 2025 hatte die Kryptowährung mit gut 126.000 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Seit dem Tief im Juli konnte sich der Bitcoin in den vergangenen Wochen aber wieder deutlich nach oben arbeiten.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 12:59
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