Was sich in Berlin derzeit abspielt, ist brandgefährlich. Wer Antisemitismus toleriert oder gar lebt, wer das Recht auf Eigentum mit Füßen tritt und gescheiterte Fantasien aus dem letzten Jahrhundert verherrlicht, darf nicht regieren. Meine Gedanken dazu.
Am Wochenende wurde (wieder einmal) gewählt. Und die Angst ging um. Vor einer extremistischen Partei, die gute Chancen hatte, stärkste Kraft zu werden. Deren Ideologie in der Menschheitsgeschichte für Leid und Tod en masse verantwortlich war und deren aktuelle Ideen genauso klingen wie die aus grauer Vorzeit. Der Zentralrat der Juden warnte offiziell vor einer Regierungsbeteiligung dieser Menschen. Und doch: Mehr als jeder vierte Wähler machte dort sein Kreuz. Insgesamt 25,7 Prozent der Stimmen konnte Die Linke in Berlin auf sich vereinigen. Die (wenn man wirklich danach suchen möchte) einzig gute Nachricht: Durch die gleichzeitigen Verluste von SPD und Grünen summiert sich das Plus der linken Parteien im Berliner Senat nur auf 3,5 Prozent.
Für die CDU war das Wochenende ein komplettes Desaster. In Mecklenburg-Vorpommern wurde sie zur Randerscheinung degradiert, dort entschieden sich die Bürger am Ende zwischen SPD und AfD. Auch dazu gäbe es genug zu sagen. Doch den noch brutaleren Knall als an der Ostseeküste gab es am Sonntag an der Spree: Die Linkspartei gewann die Wahl in der Bundeshauptstadt. In der Stadt, durch die eine Mauer führte, an der Soldaten auf Flüchtlinge schossen. Auf Befehl ebenjener Partei, deren Rechtsnachfolgerin nun zur Wahl stand – und sie gewonnen hat.
Ich möchte an dieser Stelle eigentlich gar nicht darüber nachdenken, wer sich auf der Wahlparty der Linken in Berlin die Klinke in die Hand gab – vom Altkommunisten über den Terrorunterstützer bis zum Clanchef. Und auch die Frage, wie vollkommen geschichtsvergessen Menschen sein müssen, die knapp 40 Jahre nach dem Mauerfall die SED-Nachfolger wählen, werde ich nicht stellen. Es gäbe ohnehin keine befriedigende Antwort.
Elif Eralp: Mit ihr als Spitzenkandidatin hat Die Linke die Wahl in Berlin gewonnen. Sollte sie an die Macht kommen und ihre Ideen umsetzen, sehe ich schwarz für die Hauptstadt.
Auch das Thema (importierter?) Antisemitismus macht sprachlos. Eine Partei, die so etwas duldet (ganz egal wo, aber in Berlin hat es eine ekelhafte Symbolkraft), darf in Deutschland keine Regierungsverantwortung übernehmen. Ohne Wenn und Aber – hallo, SPD und Grüne, wir sind gespannt!
Was ich mich frage: Wer wählt Die Linke und was denkt und erwartet derjenige? Denkt er vielleicht, dass dann bald jedermann in Berlin-Mitte eine günstige Wohnung hat? Glaubt er allen Ernstes, dass Enteignungen (ganz ohne über die Kosten und die juristische Machbarkeit zu reden) einen einzigen Quadratmeter Wohnraum schaffen? Hat er vergessen (oder bedingt durch sein Alter nie gesehen), wie „volkseigener Wohnraum“ nach ein paar Jahrzehnten aussieht? Ostberlin 1989 lässt grüßen.
Denkt er, es sei eine gute Idee, möglichst schnell möglichst viele Menschen aus anderen Nationen zu deutschen Staatsbürgern zu machen und damit die bestehenden Probleme der Schulen und der Sozialsysteme weiter zu verschärfen? Und freut er sich darauf, des Nachts in der S-Bahn zu sitzen und unter Garantie keinen Polizisten zu sehen, weil der gemeinsam mit seinen Kollegen wegrationalisiert wurde?
Weiß er, dass Berlin hoch verschuldet ist und sparen muss? Und ist ihm klar, dass die Ideen der Linken Unsummen kosten und Berlin als Standort für Unternehmen genauso unattraktiv machen würden wie für Investoren, Bauherren und Vermieter?
Markus Söder hat, so war zu lesen, angesichts dieser Entwicklung den Länderfinanzausgleich infrage gestellt. Ich kann ihn nur ermutigen, ihn aufzukündigen. Und auch hier gilt: An ihren Taten sollst du sie erkennen …
24.09.2026, 08:41
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