In der chilenischen Atacama-Wüste steht der Betrieb still. BHP hat am Mittwoch alle Arbeiten in Escondida, der größten Kupfermine der Welt, ausgesetzt, nachdem ein Arbeiter einer Fremdfirma bei Wartungsarbeiten tödlich verunglückt war. Nach Angaben der Gewerkschaft war ein Frontlader beteiligt. Einen Termin für den Neustart gibt es nicht: Erst muss die Bergbaubehörde Sernageomin die Sicherheit bestätigen. Es ist der zweite tödliche Unfall im selben Minenbereich binnen eines Jahres.
BHP hält an Escondida 57,5 %, Rio Tinto 30 %, die japanische JECO 12,5 %. Im Geschäftsjahr 2026 lieferte die Mine 1,26 Millionen Tonnen Kupfer und damit fast zwei Drittel des BHP-Kupfers. Für das laufende Geschäftsjahr plant BHP wegen sinkender Erzgehalte ohnehin nur noch 1,00 bis 1,10 Millionen Tonnen. Jeder Ausfalltag trifft also eine Mine, die bereits weniger liefert.
Dazu droht ein Streik. Der Vorstand der Gewerkschaft der Aufsichtskräfte hat das jüngste Angebot einstimmig abgelehnt, weil ihm „wesentliche Elemente“ fehlten, so Gewerkschaftschef Barrera. Abgestimmt wird vom 28. bis 30. September. Bei einem Nein folgen fünf Tage staatliche Schlichtung, verlängerbar um weitere fünf, erst danach ist ein Streik zulässig. Streiken würden Aufsichts- und Fachkräfte, nicht die Maschinenführer; die Förderung liefe wohl gedrosselt weiter. Den Kupferpreis stützt der Stillstand noch nicht, er gab über Nacht leicht nach.
Die in New York gehandelte Aktie (ADR) schloss am Mittwoch bei rund 85 Dollar, ein Minus von 3,28 %. Erster Widerstand ist die 50-Tage-Linie bei 88,4 Dollar; Unterstützung bietet die Zone um 83 Dollar. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 78,5 Dollar, rund 8 Prozent unter dem aktuellen Kurs – der langfristige Aufwärtstrend ist intakt.
Die Dividendenperle bleibt ein Kauf beim AKTIONÄR. Mehr über Rohstoffe erfahren Sie jederzeit hier im Goldfolio.
Bleiben Sie bei Gold, Silber und Minenaktien immer auf dem Laufenden. Abonnieren Sie das Goldtelegramm – kostenlos und unverbindlich.
Erhalten Sie einmal wöchentlich die Einschätzung unseres Goldexperten Markus Bußler.
Heute, 08:08
Bei Google bevorzugen