Kupfer ist derzeit so teuer wie nie zuvor. Doch gerade jetzt hat BHP Group bei der Produktion des Industriemetalls große Probleme. So verzeichnete der Bergbauriese im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen deutlichen Rückgang der Kupferförderung. Insgesamt sank die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 400.700 Tonnen.
Ausschlaggebend waren Störungen in den wichtigen chilenischen Minen: Neben turnusmäßigen Instandhaltungsarbeiten beeinträchtigte extremes Wetter den Betrieb. An seiner Prognose für die Kupferproduktion im Gesamtjahr hält BHP dennoch fest.
"Die globalen Märkte bleiben volatil", sagte Vorstandschef Brandon Craig. Geopolitische Konflikte, Unsicherheit im Handel sowie höhere Energie- und Transportkosten belasteten die Branche weiterhin. Das Auftaktquartal sei von besonders vielen Wartungsarbeiten geprägt gewesen – ein "wartungsintensives" Quartal.
Die Branche steht zugleich vor strukturellen Herausforderungen. In vielen langjährig betriebenen Minen nimmt der Erzgehalt ab, während neue Kupfervorkommen immer schwerer zu erschließen sind. Gleichzeitig wächst die Nachfrage: Kupfer wird unter anderem für Rechenzentren, erneuerbare Energien und die Elektrifizierung benötigt. Das treibt die Preise nach oben.
BHP betreibt seine größten Minen in Chile. Die Kupferförderung des Landes ist jedoch wegen verschiedener Probleme und widriger Wetterverhältnisse auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gefallen.
Neben Kupfer steigerte BHP auch die Eisenerzproduktion leicht. Der Konzern förderte im Quartal 66,5 Millionen Tonnen des für ihn zweitwichtigsten Rohstoffs. Der durchschnittlich erzielte Kupferpreis erhöhte sich im Jahresvergleich um gut die Hälfte auf 7,01 US-Dollar je angelsächsischem Pfund (lb).
Trotz der jüngsten Probleme bleiben die Aussichten für den Rohstoffriesen BHP gut. Die Dividendenperle bleibt ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 31,00 Euro belassen werden.
Enthält Material von dpa-AFX
20.10.2026, 09:04
Bei Google bevorzugen