BHP hat am Dienstagmorgen die Zahlen für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr vorgelegt und dabei eine Schwelle überschritten, die es in der Konzerngeschichte noch nicht gab: Kupfer steuert mit 54 Prozent erstmals mehr zum bereinigten Betriebsergebnis bei als das zuvor lange Zeit dominierende Eisenerz
Die Zahlen dazu: Das bereinigte EBITDA – der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – stieg um 27 Prozent auf 32,9 Milliarden Dollar, der Kupferbeitrag allein um 48 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben 9,8 Milliarden Dollar, ein Plus von neun Prozent, gebremst von einer Abschreibung auf das Kalisalzprojekt Jansen in Kanada. Bereinigt lag der Gewinn bei mehr als 13,0 Milliarden Dollar. Ausgeschüttet werden 1,72 Dollar je Aktie (62 Cent mehr als im Vorjahr) oder 8,7 Milliarden Dollar, die höchste Summe seit vier Jahren. Daraus errechnet sich eine stattliche Dividendenrendite von 3,8 Prozent.
Gewachsen ist der Preis, nicht die Förderung. Der erzielte Kupferpreis lag mit 5,74 Dollar je Pfund rund 35 Prozent über dem Vorjahr, die Menge sank dagegen wegen diverser kleinerer Sondereffekte um drei Prozent auf 1,95 Millionen Tonnen. Die Stückkosten über die großen Anlagen fielen indes um sechs Prozent, in der wichtigen Escondida-Mine in Chile sogar um zehn Prozent.
Bemerkenswert war indes die langfristige Prognose für die Kupferproduktion: Demnach soll diese bis zum Geschäftsjahr 2035 auf 2,0 Millionen Tonnen pro Jahr erhöht werden. Dies wäre ein satter Anstieg von knapp 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Die heute vorgelegten Zahlen zeigen einmal mehr, dass es aktuell richtig rund für die BHP Group läuft. Und da die Kupfernachfrage weiter anziehen dürfte, sind die Perspektiven für den Bergbauriesen nach wie vor gut. Die immer noch relativ moderat bewertete Dividendenperle bleibt weiterhin ein attraktives Investment. Schließlich verfügt BHP über eine solide Bilanz, gute Aussichten und einen starken Chart. Der Stopp kann vorerst noch bei 27,00 Euro belassen werden.
Heute, 07:59
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