Nach einem schwachen Kursverlauf im Frühjahr hat der Zero Plastik Index zuletzt wieder etwas zulegen können. Neben einigen guten Quartalszahlen von Indexmitgliedern wie beispielsweise Tomra oder Befesa könnten auch Initiativen der Politik in den kommenden Wochen und Monaten für frischen Rückenwind sorgen.
So hat etwa kürzlich der Bundestag mit der Verabschiedung der nationalen Vorschriften zur EU-Verpackungsverordnung die Grundlage für strengere Vorgaben beim Umgang mit Verpackungsabfällen geschaffen. Künftig müssen deutlich höhere Anteile von Kunststoffabfällen recycelt werden – mindestens 75 Prozent ab 2028 und 80 Prozent ab 2030. Darüber hinaus sieht die Verordnung verbindliche Anforderungen an die Wiederverwendbarkeit von Verpackungen vor. Verpackungen, die sich nur schwer recyceln lassen und bestimmte gefährliche Stoffe wie etwa einige der als „Ewigkeitschemikalien“ bekannten PFAS enthalten, sollen künftig nicht mehr zulässig sein. Ebenfalls ab 2030 dürfen unverarbeitetes Obst und Gemüse mit einem Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm grundsätzlich nicht mehr in Einweg-Kunststoffverpackungen verkauft werden.
Bereits Anfang Juni hatte die Bundesregierung zudem ein Aktionsprogramm zur Förderung der Kreislaufwirtschaft auf den Weg gebracht. Ziel ist es, den Einsatz von Recyclingmaterialien zu erhöhen und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern. Geplant sind unter anderem eine Vernetzungsplattform für Unternehmen, Wissenschaft und Behörden, Fördermittel für moderne Recyclingtechnologien sowie der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Ressourcen effizienter zu nutzen. Außerdem will der Staat bei der öffentlichen Beschaffung künftig verstärkt auf Produkte aus recycelten Materialien setzen.
Das Programm stößt allerdings auf Kritik. Umweltverbände bemängeln, dass konkrete Zielvorgaben und verbindliche Verpflichtungen fehlen. Weder seien feste Recyclingquoten vorgesehen noch rechtlich durchsetzbare Vorgaben formuliert. Auch für die angekündigte stärkere Nutzung von Recyclingprodukten durch die öffentliche Hand gebe es keine klaren Zielmarken. Nach Ansicht der Kritiker bleibt das Maßnahmenpaket deshalb deutlich hinter den Erwartungen zurück – selbst der Bundesverband der Deutschen Industrie bewertet es als wenig ambitioniert.
Tomra und Befesa wachsen weiter
Indes hat kürzlich Tomra starke Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Auch bei Befesa lief es zwischen Anfang April und Ende Juni gut. Das Unternehmen verdiente mehr als erwartet. Der Gewinn kletterte um 13,65 Prozent. Zudem wurde die Gesamtjahresprognose bestätigt. CEO Asier Zarraonandia betonte: "Unsere Aktivitäten in den USA waren ein starker Wachstumstreiber und das Geschäft mit sekundärem Aluminium gewinnt wieder an Dynamik."
Die sieben im Zero Plastic Index des AKTIONÄR vertretenen Unternehmen verfügen über mitunter spannende Recycling-Lösungen im Kampf gegen den Plastikmüll & Co. Dementsprechend bleibt das Indexzertifikat mit der WKN DA0AB3 für Investoren mit einem langen Atem attraktiv.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen.
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