Die US-Indizes haben den offiziellen Dienstagshandel uneinheitlich beendet. Während die drei wichtigsten Indizes, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 leichte Verluste verzeichneten, stand beim Small-Cap-Index Russell 2000 am Ende des Tages ein kleines Plus zu Buche. Doch kurz nach Börsenschluss zogen die Kurse plötzlich kräftig an.
„Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“, erklärte Trump in Washington am Abend. Auf amerikanischer Seite seien Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance in die Verhandlungen eingebunden. Mit Blick auf Teheran betonte er: „Die andere Seite würde gerne einen Deal machen.“
Zuvor hatte Trump angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke vorerst ausgesetzt und dies mit „sehr guten und produktiven“ Gesprächen begründet. Aus dem Iran kamen hingegen gegenteilige Signale – dort wurden Verhandlungen zunächst bestritten.
Trump äußerte sich zwar vorsichtig, machte aber zugleich eine weitreichende Aussage: „Ich will den Gesprächen nicht vorgreifen, aber sie haben zugestimmt, niemals Atomwaffen zu besitzen.“ Gleichzeitig unterstrich er erneut die aus seiner Sicht bestehende Dringlichkeit des Konflikts. Ohne das militärische Eingreifen hätte der Iran „zwei Wochen später einen Angriff mit Atomwaffen starten können“, behauptete der US-Präsident.
Nur etwa eine Stunde nach dem Auftritt von Trump meldete der israelische Fernsehsender Channel 12, dass ein einmonatiger Waffenstillstand verkündet werden soll, um einen Friedensplan auszuhandeln. Die US-Indizes sprangen daraufhin um rund ein Prozent nach oben.
Tech-Titel im Fokus
Unter den Einzelaktien konnten die Halbleiterwerte zulegen, Softwareaktien hingegen gerieten deutlich unter Druck. Am Ende des Dow Jones rangierte Salesforce mit einem Minus von 6,2 Prozent, auch Microsoft musste Kursverluste von 2,7 Prozent hinnehmen. Bei Oracle und Adobe standen Abschläge von 4,7 beziehungsweise 3,5 Prozent zu Buche.
Belastet wurde der Sektor unter anderem durch einen Bericht des Fachmagazins „The Information“. Demnach arbeitet die Cloud-Sparte AWS von Amazon an einem KI-Agenten, der Aufgaben in Bereichen wie Vertrieb und Geschäftsentwicklung automatisieren soll. Diese Bereiche waren zuletzt von umfangreichen Stellenstreichungen betroffen. Bereits in den vergangenen Monaten hatten neue KI-Tools von Unternehmen wie Anthropic Zweifel an den Wachstumsperspektiven etablierter Softwareanbieter aufkommen lassen. Entsprechend stehen viele dieser Aktien seit Jahresbeginn mit zweistelligen prozentualen Verlusten da.
24.03.2026, 21:35