Der DAX konnte am Dienstag nicht an seine Vortagesgewinne anschließen. Zwar konnte der Index sein zwischenzeitliches Minus von 1,34 Prozent deutlich reduzieren. Dennoch beendete er den Handelstag bei 22.636,91 Punkten und damit 0,07 Prozent unter seinem Montagsschlusskurs.
Obwohl US-Präsident Donald Trump mit einem TACO (Trump always chickens out) am Vortag die Gemüter beruhigt und für Hoffnung auf Frieden im Nahost-Konflikt gesorgt hat, kehrte die Verunsicherung am Dienstag zurück. Der DAX konnte seine Gewinne vom Montag deshalb nicht ausbauen.
Analystin Virginie Boucher-Ferte sieht in BASF und Brenntag potenzielle Gewinner der aktuellen Lage und spricht nun Kaufempfehlungen aus. Beide Aktien zählten mit Kursgewinnen von bis zu 7,6 Prozent zu den stärksten Werten im DAX. Auch ohne eine entsprechende Hochstufung durch die Deutsche Bank legten die Aktien von Lanxess deutlich zu und setzten ihre Erholung mit einem Plus von 9,9 Prozent fort. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass zuletzt vermehrt auf fallende Kurse des Spezialchemiekonzerns gesetzt worden sei.
Ganz anders sah es hingegen bei den Papieren von SAP aus. Sie blieben auch am Dienstag unter Druck und fielen auf den niedrigsten Stand seit Januar 2024, nachdem die US-Bank JPMorgan ihre zuvor positive Einschätzung für das Index-Schwergewicht revidiert hatte. Analyst Toby Ogg begründete dies damit, dass sich die Erwartungen an eine beschleunigte Wachstumsdynamik sowie steigende Margen bei SAP eingetrübt hätten. Ein Minus von mehr als vier Prozent bedeutete außerdem die rote Laterne im DAX.
Die Aktien von Bayer verloren derweil 1,9 Prozent. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Beteiligungsgesellschaft Inclusive Capital Partners, die seit 2023 engagiert ist und vom aktivistischen Investor Jeffrey Ubben geführt wird, einen Teil ihrer Anteile am Pharma- und Agrarchemiekonzern veräußert. Dabei wurde ein Abschlag von 25 Prozent gegenüber dem Einstiegspreis von Anfang 2023 in Kauf genommen.
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