Der 2023 aufgelegte Magnificent 7 Index konnte auch im nun endenden Börsenjahr 2025 weiter zulegen, allerdings diesmal weitaus unspektakulärer als etwa noch 2024, Nun blicken die Marktteilnehmer mit Spannung auf das Börsenjahr 2026, für das sich Nvidia, Meta & Co bereits mit interessanten Deals wieder in Stellung bringen.
So hat etwa Meta die KI-Firma Manus geschluckt. Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll man dafür fast zwei Milliarden Dollar gezahlt haben. Nvidia schloss indes einen Deal mit dem Inferenzchip-Spezialisten Groq. Derartige Transaktionen sind im Umfeld der großen Technologiekonzerne längst kein Einzelfall mehr. Es existieren zahlreiche Vorbilder: Microsoft ließ sich das Fachwissen von Inflection AI im vergangenen Jahr rund 650 Millionen US-Dollar kosten. Amazon wiederum holte die Gründer von Adept AI an Bord und sicherte sich per Lizenz deren KI-Agenten-Technologie – während das eigentliche Startup faktisch entkernt zurückblieb. Auch Nvidia hat in der Vergangenheit mehrfach gezielt externe Expertise eingesammelt und direkt in den eigenen Konzern integriert.
Formell handelt es sich bei dem aktuellen Schritt um einen Lizenzvertrag – eine vollständige Übernahme wäre vermutlich an kartellrechtlichen Hürden gescheitert. In der Praxis neutralisiert Nvidia damit jedoch Groq als potenziell ernstzunehmenden Wettbewerber im Markt für Inferenzchips. Sowohl die Technologie als auch das entscheidende Entwicklerteam werden in den Konzern eingebunden. Gleichzeitig verhindert Nvidia, dass Groq zu einem strategischen Baustein für Konkurrenten wie AMD oder Intel werden könnte. Zwar ist die Lizenz formal nicht exklusiv, faktisch liegt der Vorteil klar bei Nvidia: Das umfassende Know-how und die Schlüsselpersonen sitzen nun in Santa Clara. Selbst wenn Wettbewerber Zugang zur Technologie erhielten, fehlte ihnen das Team, das sie im Detail versteht und weiterentwickeln kann.
Keine Frage, die Magnificent 7 dürften auch im kommenden Börsenjahr die Schlagzeilen beherrschen. Wer auf eine Fortsetzung des Siegeszugs von Nvidia, Apple, Microsoft & Co setzen will, kann auf das Indexzertifikat von Morgan Stanley mit der WKN DA0AC0 setzen. Mutige können auch auf gehebelte Produkte setzen.
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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia, Meta.
Aktien von Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
30.12.2025, 07:30