Der DAX hat am Mittwoch kräftig zugelegt: Nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen schloss der deutsche Leitindex 2,2 Prozent höher bei 26.438 Punkten. Im Tageshoch bei fast 26.542 Zählern fehlten nur noch 78 Punkte bis zum Rekord von Ende August. Und auch der Start in den Donnerstag sieht freundlich aus. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,5 Prozent höher auf 26.561 Punkte.
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert. Joachim Schallmayer, Kapitalmarktstratege der Dekabank, sieht darin das Signal, dass die Politik von US-Präsident Donald Trump „nicht grenzenlos durchsetzbar“ sei; dramatische Kurswechsel erwartet er aber nicht. Kein guter Tag war es gestern für Rheinmetall. Nach dem regulären Xetra-Handel hat der Rüstungskonzern eine Gewinnwarnung abgegeben.
Heute steht der dichteste Tag der Berichtssaison an. Am Morgen legen mit Deutscher Telekom, Commerzbank, DHL, Rheinmetall und Siemens Healthineers vier DAX-Konzerne Zahlen vor. Darüber hinaus gibt es Zahlen unter anderem von Hensoldt, Nordex, Nemetschek, Lanxess, HelloFresh, Evotec, Deutz, Renk, Hochtief, Lyft und Mattel. Konjunkturseitig steht am Morgen die Veröffentlichung des Auftragseingangs der Industrie für September durch das Statistische Bundesamt auf dem Programm.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Heidelberg Materials führte die Gewinnerliste gestern mit einem Plus von 9,6 Prozent an. Zalando, Deutsche Bank, Scout24 und BMW präsentierten sich ebenfalls stark. Siemens Energy war mit minus 8,0 Prozent Schlusslicht. Nur vier DAX-Werte schlossen im Minus. Hochtief, Infineon und Rheinmetall zählten ebenfalls dazu.
Die Ölpreise haben zuletzt deutlich nachgegeben, Gold und Silber befinden sich auf Erholungskurs. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen knapp 94 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei knapp 87 Dollar. Eine Feinunze Gold wird für 4.127 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 52,80 Dollar. Ein Bitcoin kostet 80.513 Dollar.
An der Wall Street ging es gestern deutlich aufwärts. Der Dow Jones stieg um 3,0 Prozent auf 53.356 Punkte und verbuchte den stärksten Tagesgewinn seit April 2025. Der S&P 500 legte 1,6 Prozent auf 7.689 Punkte zu, der Nasdaq 100 nur 0,9 Prozent auf 28.437 Punkte – gebremst von Chipwerten wie Nvidia mit minus 3,2 Prozent. Apple und Microsoft erreichten Rekordhochs, Rüstungswerte wie Lockheed Martin gaben dagegen nach. Nachbörslich sprang AppLovin nach Zahlen um 23 Prozent, Qualcomm verlor nach dem Ausblick gut sieben Prozent.
Die wichtigsten asiatischen Märkte finden am Donnerstagmorgen keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verliert 1,9 Prozent. Der südkoreanische KOSPI verliert sogar 5,3 Prozent. Beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es 0,2 Prozent nach unten. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewinnt hingegen 3,3 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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