Der DAX hat am Mittwoch seine Erholung fortgesetzt. Der deutsche Leitindex schloss im Xetra-Handel 0,4 Prozent höher bei 25.704 Punkten und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit fünf Wochen. Rückenwind kam von wieder optimistischeren Erwartungen an das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz, nachdem der Speicherchip-Hersteller SK Hynix unerwartet starke Quartalszahlen vorgelegt hatte. Und auch der Start in den Donnerstag sieht freundlich aus. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,3 Prozent höher auf 25.777 Punkte.
Am Mittwoch nach US-Börsenschluss haben die Zahlen der US-Techriesen ein geteiltes Bild geliefert. Microsoft steigerte den Umsatz im dritten Quartal auf 92,3 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartung von 90,7 Milliarden Dollar; die Aktie kletterte nachbörslich auf ein Rekordhoch. Alphabet verfehlte dagegen mit einem Gewinn je Aktie von 2,12 Dollar die Prognose von 2,97 Dollar deutlich. Auch das Cloud-Geschäft blieb trotz einer Verdopplung auf 30,7 Milliarden Dollar unter den Hoffnungen, die Aktie gab nachbörslich 7,7 Prozent nach. Die Telekom-Tochter T-Mobile US konnte im dritten Quartal mehr Kunden gewinnen als erwartet. Die Aktie legte leicht zu. Der Stahlhersteller Salzgitter hat am Vorabend zudem die Prognose erhöht, Airbus sieht sich auf Kurs in Richtung Rekordjahr, Vonovia hingegen wird beim Ausblick auf das Gesamtjahr vorsichtiger.
Heute richtet sich der Blick um 14:45 auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Volkswirte rechnen mehrheitlich mit unveränderten Leitzinsen, für Dezember wird dagegen eine Anhebung erwartet. Zuvor stehen um 11:00 das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum und um 13:30 die erste Schätzung zum US-Wachstum im dritten Quartal an. Auf Unternehmensseite steht erneut eine ganze Reihe von Quartalszahlen auf dem Programm. Es berichten unter anderem Samsung, Redcare, Kion, Wacker Chemie, Renault, Volkswagen, Adidas, Aixtron, Volkswagen, LPKF, Totalenergies, Shell, Merck & Co, Eli Lilly, Mastercard und am Abend nach US-Börsenschluss Intel und Amazon.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. An der DAX-Spitze stand gestern die Deutsche Bank mit einem Plus von 4,0 Prozent, nachdem das Institut einen weiteren Rekordgewinn gemeldet hatte. Zudem zeigten sich Siemens Energy, Siemens Healthineers, Infineon und Siemens stark. Symrise brach nach einem schwachen Ausblick auf das Schlussquartal um 10,2 Prozent ein. Zu den weiteren Verlierern des Tages zählten Zalando, Scout24, DHL und Rheinmetall mit Verlusten von bis zu 1,8 Prozent.
Die Ölpreise verharren weiter auf hohem Niveau. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen 114,02 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei gut 101 Dollar. Eine Feinunze Gold wird für 4.039 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 53,31 Dollar. Ein Bitcoin kostet 80.161 Dollar.
An der Wall Street ging es gestern nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank aufwärts. Die Fed beließ den Leitzins wie erwartet in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent, zwei Mitglieder stimmten für eine Anhebung. Der Dow Jones Industrial gewann 0,2 Prozent auf 52.475 Punkte, der S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 7.744 Punkte zu, der Nasdaq 100 stieg um 0,6 Prozent auf 29.813 Punkte. Vertiv sprang nach einer angehobenen Gewinnprognose um 16,5 Prozent nach oben.
An den wichtigsten asiatischen Märkten zeigt sich am Donnerstagmorgen ein gemischtes Bild. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewinnt 1,0 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt hingegen 0,2 Prozent ab. Beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es 0,8 Prozent nach unten. Der südkoreanische KOSPI verliert 0,6 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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