Leitindex schloss 0,9 Prozent höher bei 25.411 Punkten. Rückenwind lieferte das Ifo-Geschäftsklima, das im Oktober überraschend zum sechsten Mal in Folge stieg und den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2023 erreichte. Der Start in den Dienstag sieht kaum verändert aus. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen wenige Punkte höher auf 25.418 Zähler.
Weiterer Druck von den Energiepreisen bleibt vorerst aus. Die Ölpreise haben am Dienstag wieder etwas nachgegeben. Neue diplomatische Bemühungen zur Beendigung des US-Iran-Kriegs wecken Hoffnung auf Entspannung im Nahost-Konflikt, in dem die Huthi-Milizen Saudi-Arabien angreifen.
Für Bewegung sorgte gestern Abend die Wall Street: Der KI-Entwickler Anthropic hat bei der US-Börsenaufsicht SEC den Antrag für einen Börsengang an der Nasdaq eingereicht. Geplant ist eine Notierung unter dem Kürzel „ANT“, Zahl der Aktien und Preisspanne stehen noch nicht fest. Die Aussicht auf eine der größten Tech-Emissionen belebte die zuletzt angeschlagenen KI- und Chipwerte. Zudem steht Apple im Blickfeld. Das Unternehmen hat Probleme mit "einer kleinen Anzahl" von Geräten des ersten auffaltbaren iPhone-Modells eingeräumt. Zuvor gab es von von Nutzern Berichten in sozialen Medien dazu. Apple betont, dass dies Einzelfälle seien.
Heute Morgen legt Beiersdorf Zahlen zu den ersten neun Monaten vor. Analysten erwarten einen Quartalsumsatz von 2,38 Milliarden Euro nach 2,35 Milliarden Euro im Vorjahr. Zudem berichtet der Sportwagenbauer Porsche, der im dritten Quartal 15 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert hatte. Quartalszahlen gibt es außerdem unter anderem von Coca-Cola, HSBC, Novartis, PayPal, Boeing, Visa und NXP Semiconductor. Am Nachmittag steht auf der Konjunkturseite das US-Verbrauchervertrauen auf dem Programm. Volkswirte rechnen mit 81,2 Punkten nach 81,9 Punkten.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Hochtief, Siemens Energy, Bayer, MTU Aero Engines und Infineon führten die Gewinnerliste mit Zugewinnen von bis zu 3,9 Prozent an. Am DAX-Ende rangierten Symrise, Deutsche Telekom, Beiersdorf, Scout24 und SAP mit Verlusten von bis zu 1,8 Prozent.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder etwas nachgegeben, Gold hat sich etwas stabilisiert. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Dienstagmorgen 114,50 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei knapp 101 Dollar. Eine Feinunze Gold wird für 4.006 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 53,30 Dollar. Ein Bitcoin kostet 79,856 Dollar.
An der Wall Street ging es gestern aufwärts. Der Dow Jones Industrial stieg um 0,3 Prozent auf 52.362 Punkte, der S&P 500 um 0,7 Prozent auf 7.677 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 1,1 Prozent auf 29.273 Punkte. Die Aktien von Nvidia legten 2,4 Prozent zu, die von Tesla sogar 5,2 Prozent. Meta-Papiere verloren dagegen 1,9 Prozent, nachdem der Konzern Aktienverkäufe von bis zu 95 Milliarden Dollar ins Spiel gebracht hatte. Nachbörslich zogen Celestica-Aktien nach Zahlen um 13,2 Prozent an. Wegen der noch ausstehenden Zeitumstellung in den USA endete der Handel nach mitteleuropäischer Zeit eine Stunde früher.
Die wichtigsten asiatischen Börsen finden am Dienstagmorgen keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewinnt 1,6 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong hingegen verliert 0,6 Prozent. Beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es wenige Punkte nach unten. Der südkoreanische KOSPI legt derweil deutlich um 3,2 Prozent zu.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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