Der DAX hat gestern, am Mittwoch, kräftig zugelegt. Zum Xetra-Schluss stand der Leitindex 1,3 Prozent höher bei 25.645 Punkten, im Tageshoch waren es 25.706 Zähler. Heute, am Donnerstag, dürfte der Start holpriger ausfallen: Starke SAP-Zahlen vom Vorabend treffen auf schwache Vorgaben aus Asien, nachgebende US-Futures und einen Ölpreis, der nach Angriffen in Saudi-Arabien wieder angezogen hat. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex am Morgen 0,6 Prozent tiefer auf 25.500 Punkte.
Im Mittelpunkt stehen die Zahlen von SAP, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurden. Der Softwarekonzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 13 Prozent auf 10,27 Milliarden Euro, die Cloud-Erlöse wuchsen um 26 Prozent auf 6,67 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis kletterte um 18 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie lag mit 1,96 Euro klar über den erwarteten 1,81 Euro. Die Aktie zog nachbörslich deutlich an. Zudem dürften die Zahlen von Tesla, Meta und IBM nachwirken, die ebenfalls nach US-Börsenschluss präsentiert wurden. Zudem bleibt Qiagen im Fokus. Hier haben sich die Parteien auf ein Übernahmeangebot geeinigt.
Am heutigen Mittwoch steht eine ganze Reihe weiterer Unternehmenszahlen auf dem Terminkalender. Es berichten unter anderem Sartorius, Argenx, Kühne & Nagel, Roche, Nestlé, Thales, Vossloh, Hermès, Spotify, Honeywell, Procter & Gamble, Lockheed Martin, Kering und L'Oréal.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -verlierer im DAX im Blick haben. SAP führte den DAX gestern mit einem Plus von 3,5 Prozent an, dahinter folgten Airbus, Bayer, Siemens Energy und Siemens. Am Indexende standen Rheinmetall mit minus 3,2 Prozent sowie Merck, Fresenius Medical Care, Continental und Beiersdorf.
Am Ölmarkt ist die Nervosität wieder gestiegen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Donnerstagmorgen knapp 111 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei knapp 99 Dollar. Gold gab etwas nach. Eine Feinunze wird für 4.091 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 56,33 Dollar. Ein Bitcoin kostet 82.718 Dollar.
An der Wall Street gaben gestern Technologiewerte den Ton an. Der Nasdaq 100 stieg um 1,1 Prozent auf 29.823 Punkte, der S&P 500 um 0,6 Prozent auf 7.757 Zähler und der Dow Jones um 0,7 Prozent auf 52.857 Punkte. Starke Zahlen von SpaceX und Super Micro Computer belebten die KI-Fantasie. Nachbörslich drückten Tesla und Lam Research wieder auf die Stimmung.
Die asiatischen Börsen präsentieren sich am Donnerstagmorgen schwach. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verliert 2,1 Prozent. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt 2,9 Prozent nach. Und auch beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es nach unten: um 1,3 Prozent. Der südkoreanische KOSPI verliert sogar 3,5 Prozent.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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