30.01.2014 Manuel Koch

US-Börsen im Plus - US-Wachstum nimmt Fahrt auf - Facebook-Aktie springt ins Plus - Eli Lilly, Exxon Mobil, Google, 3M, Visa

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DAX
Trendthema

Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent hinzu und ging damit über die Marke von 15.800 Punkten.

Die Börsianer an der Wall Street sprachen weiterhin auch über die US-Notenbank. Die Fed hatte am Vortag entschieden, ihre Geldpolitik im Februar weiter um zehn Milliarden Dollar auf monatlich 65 Milliarden Dollar zu reduzieren. Das war zuvor von den Analysten erwartet worden.

Am Morgen ging der Blick von Konjunkturseite auf das US-Bruttoinlandsprodukt Q4. Demnach lag das Wachstum bei geschätzt 3,2 Prozent, Analysten hatten mit 3,0 Prozent gerechnet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche um 19.000 auf 348.000. Experten hatten nur 325.000 erwartet. Die ausstehenden Hausverkäufe sanken um 8,7 Prozent im Dezember.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 18.849 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 1,7 Prozent dazu bei 4.123 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,1 Prozent bei 1.794 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Nike (+3,0%), Caterpillar (+2,9%) und Disney (+2,7%). Die größten Verlierer waren: Boeing (-2,5%), 3M (-1,7%) und Exxon (-1,2%).

Das soziale Netzwerk Facebook (+14,1%) konnte den Gewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr unter dem Strich auf 523 Millionen Dollar verachtfachen. Der Umsatz schoss um 63 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar in die Höhe. Vor allem die Einnahmen beim mobilen Geschäft sind stark gestiegen. Das weltgrößte Netzwerk hatte zum Jahresende 1,2 Milliarden Nutzer, ein Plus von 16 Prozent. Die tägliche Nutzerzahl bei jungen Teenagern habe allerdings leicht nachgelassen. Mit dem Abschneiden übertraf Facebook alle Erwartungen.

Google (+2,6%) verkauft das Handy-Geschäft von Motorola für 2,9 Milliarden Dollar an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo. Google hatte zwei Jahre zuvor 12,5 Milliarden Dollar gezahlt, war vor allem an vielen wertvollen Patenten interessiert. Auch nach dem Verkauf wird Google viele dieser Patente behalten. Lenovo strebt hingegen den Einstieg in Smartphone-Geschäft an und kann Motorola gut gebrauchen.

Der Ölkonzern Exxon Mobil (-1,2%) erlitt 2013 einen Gewinneinbruch von 27 Prozent auf 32,6 Milliarden Dollar. Experten hatten mit einem Ergebnis in dieser Höhe gerechnet. Eine niedrigere Produktion, gestiegene Investitionen und ein schwaches Raffineriegeschäft hatten belastet.

Der Kreditkartenanbieter Visa (+1,7%) konnte den Gewinn im abgelaufenen Quartal um 9 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar steigern. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar zu. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Visa profitiert weiterhin vom Trend, dass immer mehr Kunden gerne mit Karte bezahlen.

Der Mischkonzern 3M (-1,7%) fuhr im vierten Quartal einen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar ein. Das ist ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg nur um 2,4 Prozent auf 7,57 Milliarden Dollar zu. Die Gewinnprognose für 2014 wurde bestätigt. Bereits angekündigt hatte das Unternehmen, dass man ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm auflegen und die Dividende erhöhen will.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly (-1,2%)  müsste einen Umsatzrückgang von 2 Prozent auf 5,81 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal verbuchen. Der bereinigte Gewinn fiel um 13 Prozent auf 0,74 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem noch schlechteren Ergebnis gerechnet. Grund für den Rückgang sind auslaufende Patente. Die Prognose für 2014 war bereits im Vorfeld gesenkt worden.

Der Motorradbauer Harley-Davidson (-1,3%) setzte 2013 insgesamt 261.000 der Kult-Motorräder ab. Das sind gut 11.000 mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 734 Millionen Dollar (+18%).

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, den Chicago Einkaufsmanagerindex und die persönlichen Einkommen und Ausgaben. Quartalszahlen werden von Chevron und MasterCard veröffentlicht.