Der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto hat am Morgen seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Rio Tinto konnte im Berichtszeitraum mehr Eisenerz aus seinen australischen Minen verschiffen und hat damit operativ ein starkes Signal gesetzt. Sorgen bereitet hingegen die Entwicklung im Iran. Die Aktie reagierte zunächst positiv, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.
• Rio Tinto hat im zweiten Quartal mehr Eisenerz verkauft als erwartet und sendet damit ein starkes operatives Signal an den Markt.
• Steigende Treibstoffpreise und die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus könnten die Kosten im weiteren Jahresverlauf belasten.
• Positiv bleibt der Ausblick bei Kupfer: niedrigere Kostenprognose für 2026 und ein starker Produktionsanstieg bei Oyu Tolgoi.
Aus den Pilbara-Minen verkaufte der Konzern im Zeitraum bis Ende Juni 85,3 Millionen Tonnen Eisenerz und übertraf damit die Markterwartung von 83,6 Millionen Tonnen. Im ersten Halbjahr summierten sich die Verkäufe auf 157,7 Millionen Tonnen – ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im zweiten Quartal ergibt sich damit sogar ein Zuwachs von sieben Prozent. Damit untermauert Rio Tinto seine starke operative Verfassung, braucht aber ein kräftiges zweites Halbjahr, um die Jahresziele zu erreichen.
Auch bei den Preisen lief es besser: Im ersten Halbjahr stieg der durchschnittliche Erlös in Pilbara auf 85,20 Dollar je Tonne, nach 83,20 Dollar im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Simon Trott verwies zudem darauf, dass die Produktion auf Kupferäquivalent-Basis im ersten Halbjahr um drei Prozent zulegte. Besonders hervor hob er Pilbara, wo Rio Tinto dank seines laufenden Produktivitätsprogramms die höchste Eisenerzproduktion in einem ersten Halbjahr seit dem Rekordjahr 2018 erzielte.
Belastend wirken allerdings höhere Energiekosten. Nach Unternehmensangaben treiben vor allem gestiegene Treibstoffpreise im Zuge des US-israelischen Konflikts mit dem Iran die Kosten nach oben und dürften das Gesamtjahr beeinflussen. „Die Bedingungen in der Straße von Hormus bleiben sehr volatil", so das Unternehmen in einer Mitteilung. „Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin genau und halten Notfallpläne aufrecht, um einer möglichen Eskalation oder weiteren Störungen der globalen Energie- und Logistikmärkte zu begegnen." Positiv: Die Prognose für die Kupfer-Produktionskosten 2026 wurde auf 30 bis 50 US-Cent je Pfund gesenkt. Zudem bleibt der Hochlauf von Oyu Tolgoi auf Kurs, die Produktion legte im ersten Halbjahr um 31 Prozent zu.
DER AKTIONÄR bleibt für seinen Musterdepot-Titel nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Der Konzern ist stark aufgestellt und verfügt über eine solide Bilanz. Darüber hinaus lockt eine attraktive Dividendenrendite von derzeit 5,5 Prozent. Der Stopp sollte zur Gewinnsicherung sollte bei 62,00 Euro belassen werden.
FAQs
Zahlt Rio Tinto eine Dividende?
Ja, Rio Tinto zählt zu den dividendenstarken Rohstoffkonzernen. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei rund 5,5 Prozent.
Womit verdient Rio Tinto sein Geld?
Rio Tinto ist ein globaler Bergbaukonzern und verdient sein Geld vor allem mit dem Abbau und Verkauf von Eisenerz, Kupfer, Aluminium und weiteren Rohstoffen.
Wo ist der Hauptsitz von Rio Tinto?
Die Rio Tinto Group betreibt eine Doppelstruktur. Der Hauptsitz des britischen Unternehmenszweigs befindet sich in London. Der Hauptsitz des australischen Zweigs befindet sich in Melbourne.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rio Tinto befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
15.07.2026, 09:35
Bei Google bevorzugen