Die Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt. Hintergrund ist die anhaltende Unsicherheit rund um die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. Zwar betonte US-Präsident Donald Trump, dass die Gespräche mit Teheran weiterhin laufen, gleichzeitig verschärfte sich die Lage im Nahen Osten durch neue militärische Aktionen beider Seiten.
An den Märkten spiegelte sich das direkt wider: Die US-Sorte WTI verteuerte sich zuletzt um mehr als ein Prozent auf 94,83 Dollar je Barrel, die Nordseesorte Brent stieg auf 96,99 Dollar.
Für zusätzliche Nervosität sorgten Angaben des US-Zentralkommandos. Demnach wurden mehrere iranische Raketen und Drohnen abgefangen. Zudem hätten die USA nach mutmaßlichen Angriffen aus dem Iran eigene Verteidigungsmaßnahmen eingeleitet. Die Ereignisse deuten auf eine weitere Zuspitzung des Konflikts hin.
Gleichzeitig widersprachen Trump und US-Außenminister Marco Rubio Berichten iranischer Medien, wonach der direkte Austausch zwischen Washington und Teheran zum Erliegen gekommen sei. Rubio erklärte vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats, im Rahmen der Gespräche bestehe sogar die Möglichkeit, über Teile des iranischen Atomprogramms zu verhandeln.
Zuvor hatten iranische Medien berichtet, beide Seiten hätten seit Tagen keinen Kontakt mehr. Zudem war die Rede davon, dass Teheran die Straße von Hormus vollständig schließen wolle. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Transportwegen für den weltweiten Ölhandel.
Trump bezeichnete die Berichte über einen Abbruch der Gespräche als falsch. Die Verhandlungen würden fortgesetzt, erklärte er.
Gleichzeitig mehren sich die Warnsignale aus der Region. Nach Einschätzung der Fitch Group hat der Krieg bereits weite Teile des Öl- und Gassektors im Nahen Osten belastet: Exporte brachen ein, Fördermengen wurden heruntergefahren, Infrastruktur wurde wiederholt getroffen. Besonders betroffen seien Katar, Bahrain und Irak.
Es bleibt weiter spannend, wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickelt. Die Ölpreise bleiben auf einem hohen Niveau. Dies spielt natürlich großen Energiekonzernen wie etwa TotalEnergies in die Karten. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 55,00 Euro belassen werden.
03.06.2026, 06:49