Gold, Silber und Minen erleben einen tiefschwarzen oder besser gesagt tiefroten Freitag. Im Zuge eines Abverkaufs bei nahezu allen Risk-Assets geriet auch der Edelmetallsektor unter Druck. „Bei den Minen waren zweistellige prozentuale Minuszeichen fast schon normal“, sagt Markus Bußler. Das Szenario, dass Gold und Silber zunächst tiefere Tiefs anlaufen müssen, wird damit deutlich wahrscheinlicher.
„Ich bin kein großer Freund von gleitenden Durchschnitten“, sagt Markus Bußler. Dennoch muss man attestieren: Der Rutsch von Gold und Silber unter die 200-Tage-Linie lässt sich schwerlich bullish interpretieren und ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Edelmetalle kurzfristig im Abwärtsstrudel feststecken. Die Aussicht auf steigende Zinsen infolge eines starken Arbeitsmarktberichts sorgte für Druck. Dazu entziehen große Kapitalerhöhungen wie bei Alphabet und große Börsengänge wie jener von SpaceX dem Markt Liquidität. „Das Ganze sollte aber verkraftbar sein.“ Das Ende des Bullenmarktes bei Gold und Silber dürfte das allerdings nicht bedeuten. Vielmehr könnte sich in den kommenden Wochen eine große Kaufchance ergeben.
In London kursiert derzeit ein Gerücht: Barrick soll Pläne haben, die afrikanischen Assets in London an die Börse zu bringen. Zudem gibt es Gerüchte, dass die afrikanischen Assets in Endeavour Mining aufgehen könnten. Eine Fusion oder Übernahme ist im Gespräch. „Ob Endeavour wirklich Interesse an Loulo-Gounkoto hat, wage ich zu bezweifeln“, sagt Markus Bußler. Zuletzt habe sich Endeavour auf die Elfenbeinküste fokussiert. Mali sei kein Thema gewesen, obwohl das Unternehmen dort über ein eigenes Entwicklungsprojekt verfüge. „Das käme überraschend.“
Weitere Themen im Video: GoGold Resources hat die Genehmigung für das Los-Ricos-South-Projekt in Mexiko erhalten, und K92 hat auf der Kainantu-Mine in Papua-Neuguinea eine größere Entdeckung gemacht. Allerdings ging die Meldung am Freitag an der Börse unter. Zudem hat die Freeport-Aktie einen Fehlausbruch nach oben aufs Parkett gezaubert.
Heute, 11:39