Gold, Silber und Minen korrigieren. „Das ist genau das, was wir erwartet haben. Es ist genau das, was an dieser Stelle nötig gewesen ist“, sagt Markus Bußler. Auch wenn der vergangene Freitag etwas furchteinflößend gewesen ist, verläuft die Korrektur wie erwartet. „Wenn wir uns die einzelnen Charts ansehen, dann deutet vieles darauf hin, dass wir keine tieferen Tiefs mehr sehen.“
Anlegern rät er: „Wenn Sie die Sommertiefs nicht gekauft haben, haben Sie bei dieser Korrektur noch einmal die Chance, einzusteigen.“ Bei den Minen selbst ist aktuell die Meldungslage sehr überschaubar. Die Zahlensaison ist vorbei, die Holiday-Season in Nordamerika noch in vollem Gange. Das Gute: Der Labour Day naht. Dabei handelt es sich immer um den ersten Montag im September, also kommenden Montag. Traditionell kehren die Broker wieder an die Schreibtische zurück. „Natürlich ruht heute nicht mehr der Handel, aber gerade mit Blick auf Übernahmen, Finanzierungen und auch Unternehmensmeldungen haben wir definitiv Jahr für Jahr ein Sommerloch“, sagt Markus Bußler.
Das gibt aber Zeit, auf andere Themen einzugehen, zum Beispiel auf die Märkte der sogenannten kritischen Metalle. Gallium, Germanium, Antimon – all diesen Metallen ist eines gemeinsam: Sie werden für verschiedene Schlüsseltechnologien benötigt. Die Märkte werden von China kontrolliert. Der Westen will sich unabhängiger machen. Doch die Zweifel, ob primäre Antimon- oder Gallium- oder Germanium-Produzenten eine Daseinsberechtigung haben, sind berechtigt. China dominiert diese sehr kleinen Märkte und kann de facto den Preis steuern. Bei westlicher Konkurrenz kann China mehr exportieren und so die Preise unter Druck bringen und die Konkurrenz aus dem Markt drängen. Deshalb wird in Australien oder auch Kanada und den USA über staatliche Preisuntergrenzen, fixe Abnahmeverträge oder ähnliches diskutiert. Aber allein diese Diskussion zeigt: Eine westliche Lieferkette aufzubauen, ist schwierig.
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Heute, 10:36
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