Gold zeigt sich am Dienstag nach dem kräftigen Vortagesanstieg kaum verändert. Derzeit wird eine Feinunze für 4.316 Dollar gehandelt. Am Montag war das Edelmetall zeitweise um fast vier Prozent gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit dem 5. Juni erreicht.
• Gold tritt nach Anstieg zu Wochenbeginn auf der Stelle.
• Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran und eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus sorgten zuletzt für Entspannung.
• Jetzt im Fokus: Die nächste Fed-Zinsentscheidung am morgigen Mittwoch.
Auslöser war die Meldung über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, das die Wiederöffnung der Straße von Hormus ermöglichen soll. Damit nahmen die Sorgen vor weiter steigender Inflation und zusätzlichen Zinserhöhungen ab. Allerdings bleibt die Lage undurchsichtig: Weder ist eine dauerhafte Waffenruhe endgültig beschlossen, noch wurden zentrale Inhalte der Vereinbarung bislang offengelegt.
An den Märkten sorgt die Hoffnung auf eine Entspannung der geopolitischen Lage zwar für Unterstützung, die fehlende Klarheit bremst jedoch den Optimismus. Rückenwind erhält Gold zudem vom US-Dollar, der sich in der Nähe eines Zehn-Tage-Tiefs bewegt.
Analysten von Barclays sehen bei Gold wieder bessere Perspektiven, falls sich die geopolitische Lage beruhigt. Niedrigere Energiepreise könnten den Inflations- und Zinsdruck verringern und damit den Markt stützen. Zugleich verweisen die Experten darauf, dass die mittelfristigen Treiber weiter bestehen: anhaltende Inflation, politische Unsicherheit und die fortgesetzte Diversifizierung von Währungsreserven.
Justin Lin, Analyst beim New Yorker Vermögensverwalter Global X Management, verweist darauf, dass eine endgültige Beilegung des Konflikts und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus den Goldpreis weiter ankurbeln könnte. Dies würde den Zentralbanken den Spielraum geben, die Sorgen um die Energiesicherheit beiseitezuschieben und wieder in großem Stil Gold zu kaufen.
Im Fokus steht nun die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank. Eine unveränderte Geldpolitik gilt zwar als wahrscheinlich. Entscheidend wird jedoch, welche Hinweise die Fed zum weiteren Zinspfad gibt. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, profitiert es in einem Umfeld niedriger Zinsen, während steigende Zinsen die Nachfrage eher dämpfen.
Charttechnisch wichtig wäre für den Goldpreis nun der Sprung über die 200-Tage-Linie. Gelingt dies, würde sich das Bild weiter klar aufhellen. Wer breit gestreut auf Goldminenwerte setzen will, liegt beim Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR richtig. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 08:01