Der Goldpreis hat am Mittwoch wieder deutlich angezogen. Nachdem das Edelmetall am Vortag bis in den Bereich von 5.000 Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 20. Februar gefallen war, legte der Kurs im frühen Handel zu. Auslöser für die jüngsten Käufe ist einmal mehr die zunehmende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten.
Nach Berichten über eine Ausweitung der US- und israelischen Luftangriffe auf iranische Ziele suchen Anleger verstärkt Zuflucht in klassischen Sicherheitsanlagen. Gold profitiert in solchen Phasen traditionell von seiner Rolle als Krisenwährung. Der Preis für eine Feinunze kletterte zuletzt wieder auf 5.160 Dollar je Feinunze.
Am Vortag hatte noch ein stärkerer US-Dollar auf den Goldpreis gedrückt. Zudem hatten Sorgen über eine anhaltend hohe Inflation – ausgelöst durch die Eskalation im Nahen Osten – die Erwartungen auf baldige Zinssenkungen gedämpft. Ein fester Dollar verteuert Gold für Käufer außerhalb der USA und bremst normalerweise die Nachfrage.
Doch mit der militärischen Zuspitzung kehrt das Sicherheitsmotiv zurück. US-Präsident Donald Trump erklärte, amerikanische Streitkräfte hätten mehrere Ziele der iranischen Marine und Luftwaffe angegriffen. Nach seinen Angaben seien „nahezu alle Ziele neutralisiert“ worden.
Damit bleibt das Umfeld für Gold von zwei gegensätzlichen Kräften geprägt: einem starken Dollar und Zinssorgen auf der einen Seite – und wachsender geopolitischer Unsicherheit auf der anderen. Aktuell überwiegt offenbar wieder die Nachfrage nach dem sicheren Hafen.
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Heute, 07:02