14.09.2015 Nikolas Kessler

DAX schwankt zu Wochenbeginn: GFT Technologies, United Internet, Tele Columbus, Gazprom, Airbus, BASF, E.on und Daimler im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Zum Auftakt einer spannungsreichen Handelswoche findet der DAX am Montag keine klare Richtung. Nach verhaltenem Start ist das Börsenbarometer im frühen Handel zunächst um knapp ein Prozent nach oben geklettert. Anschließend hat der DAX die Gewinne aber vollständig wieder abgegeben und ist ins Minus gerutscht. Zur Mitte des Handelstages notiert der deutsche Leitindex mit plus 0,1 Prozent wieder etwas fester bei 10.146 Punkten.

Die neue Woche steht ganz im Zeichen der Leitzinsentscheidung in den USA am Donnerstagabend. Zum Wochenauftakt sorgten Gewinne an der Wall Street vom Freitag für Unterstützung, während ein erneuter Schwächeanfall an den chinesischen Börsen die Stimmung etwas dämpfte.

GFT Technologies: Mit AXA, Commerzbank, Deutsche Bank und Co Richtung Allzeithoch

Ähnlich wie bei fast allen TecDAX-Werten liegen auch hinter GFT Technologies bewegte Handelstage. In diesem Fall ist aber nicht nur der jüngste Rücksetzer gemeint. Der auf die Finanzbranche spezialisierte IT-Dienstleister sorgte schon Mitte August für Furore. Der Fokus auf die digitale Finanzwelt dürfte bei GFT Technologies aber für nachhaltiges Wachstum sorgen.

United Internet: Feuer frei auf allen Ebenen

Hohes Wachstum, günstige Bewertung und einiges an Sonderfantasie bilden bei United Internet das Fundament für steigende Kurse. Den jüngsten Kursrücksetzer hat die Aktie von United Internet gut verdaut. Mit dem nachhaltigen Sprung über die 44-Euro-Marke würde ein neues Kaufsignal generiert. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial.

Real-Depot-Wert Tele Columbus: Die nächste Übernahme

In Europa sorgen Übernahmefantasien immer wieder für deutliche Kursgewinne bei einigen Unternehmen. Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus gilt bei der laufenden Branchenkonsolidierung zwar als einer der Top-Übernahmekandidaten. Die Gesellschaft zeigte sich zuletzt jedoch selber sehr aktiv. Nach Primacon soll nun auch der viertgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Pepcom gekauft werden.

Gazprom: Goldman Sachs sieht kaum noch Potenzial

Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben im Rahmen ihrer jüngsten Studie zu den Anteilscheinen des weltgrößten Erdgasproduzenten Gazprom ihr Anlagevotum bestätigt. Demnach lautet die Einstufung unverändert „Neutral“. Allerdings wurde das Kursziel für die Aktie deutlich verringert.

Airbus mit neuem Milliarden-Deal - Aktie ein Kauf?

Der Flugzeugbauer Airbus hat einen Großauftrag der ungarischen Billigfluglinie Wizz Air fixiert. Die Airline bestellte 110 Mittelstreckenjets von Typ A321neo. Die Maschinen sollen zwischen 2019 und 2024 ausgeliefert werden.

BASF: Glatte 20 Prozent Potenzial

Die Dividendenperle BASF zählt seit Jahren zu den beliebtesten Aktien der deutschen Anleger. Aktuell kommen die Papiere des Ludwigshafener Chemieriesen allerdings noch nicht in Tritt. Viele Anleger fragen sich, ob auf dem aktuellen Kursniveau ein Kauf der DAX-Titel sinnvoll wäre. Hier lohnt ein erneuter Blick auf die aktuellen Einstufungen der Analysten.

E.on: Für Goldman Sachs ein sicherer Kauf – fast 100 Prozent Potenzial

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat den kriselnden Energieversorger E.on unter die Lupe genommen und das Kursziel gesenkt. Das Institut sieht aber nach wie vor riesiges Kurspotenzial und rät weiterhin zu Kauf. Der AKTIONÄR teilt diesen Optimismus nicht.

Auto-Experte:"BMW, Daimler und Co bleiben in China auf Kurs!"

Die Entwicklung am weltgrößten Automarkt China dürfte das für Gesprächsstoff auf der am Donnerstag beginnenden IAA sein. Denn die Zeit des ungebremsten Wachstums im Reich der Mitte ist vorbei. Experten rechnen dort gar mit einem Rückgang der Autoverkäufe im kommenden Jahr.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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