07.08.2014 Andreas Deutsch

DAX schließt im Minus: Grammer, Leoni, Klöckner, Adidas, C.A.T. Oil, Lufthansa, Beiersdorf, Rheinmetall,

-%
DAX
Trendthema

Nach einem über weite Strecken richtungslosen Verlauf ist der DAX am Donnerstag abermals abgerutscht. Händler sagten, die jüngste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) habe kaum Impulse geliefert. Zudem nähmen die Sorgen um eine Eskalation im Russland/Ukraine-Konflikt zu. Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 1,00 Prozent bei 9.038,97 Punkten über die Ziellinie und ist damit nur noch wenig entfernt von der 9.000-Punkte-Marke, unter der er zuletzt Mitte März notiert hatte. Der MDAX verlor am Donnerstag 0,29 Prozent auf 15.340,87 Punkte. Der TecDAX gab um 0,62 Prozent auf 1.163,33 Punkte nach.

Grammer-Aktie wird abgestraft – Analysten bleiben bullish

Nach den Zahlen am Mittwoch ging es für die Grammer-Aktie ordentlich bergab. Wer in der aktuellen Börsenphase die Erwartungen "nur" größtenteils erfüllt, nicht eine Erhöhung der Prognose oder eine Übernahme in der Pipeline hat, der bekommt ordentlich Prügel. So erging es Grammer. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen, die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Alles in Ordnung also? Denkste, die Aktie bekam ordentlich Gegenwind, das Papier ging über sieben Prozent in die Knie.

Leoni-Aktie kommt unter die Räder – wie weit geht die Korrektur?

Die Leidenszeit für die Aktionäre des Bordnetzherstellers Leoni ist noch nicht beendet. Und das obwohl die Aktie in den letzten Tagen ordentlich Prügel einstecken musste. Vom Hoch hat das Papier bislang rund 20 Prozent verloren. Dabei ist fundamental alles in Ordnung. Leoni liefert für die Creme de la creme der Autobrache Bordnetzsysteme, wenn man so will also das Nervensystem eines jeden Fahrzeugs. Bis 2025 sollen sich Umsatz und Gewinn verdoppeln. Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe zum Beispiel sieht ein Kursziel von 65 Euro.

Klöckner & Co: Top-Gewinner, Top-Zahlen, aber …

Mit starken Zahlen hat Klöckner & Co am Donnerstag für Freude bei den Anlegern gesorgt. Die Aktie des Stahlhändlers führt den MDAX deutlich an. Neben einem deutlichen Gewinnsprung wirkt auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung für das laufende Geschäftsjahr sehr positiv.

Adidas-Aktie: Erneut massiv unter Druck

Der Sportartikelhersteller Adidas hat eine Woche nach der drastischen Gewinnwarnung auch die Margenprognosen gekürzt. Im laufenden Jahr werde jetzt eine operative Marge zwischen 6,5 und 7,0 (2013: 8,7) Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Bisher hatte der Konzern eine operative Marge zwischen 8,5 und 9,0 Prozent in Aussicht gestellt. Von einem Händler hieß es, dass Adidas damit nochmals unter den Erwartungen einiger großer Banken lag.

Chart-Check C.A.T. Oil: Ist der Boden erreicht?

In den vergangenen Wochen wurde der ehemalige Highflyer C.A.T. Oil häufig abgestraft. Am Donnerstag hat der Titel den SDAX im frühen Handel allerdings angeführt. Die verstärkten wirtschaftlichen Sanktionen des Westens gegen Russland treiben den Anlegern jedoch nach wie vor Sorgenfalten ins Gesicht.

Lufthansa: Hoher Krankenstand – Flüge fallen aus

Die schlechten Nachrichten bei Lufthansa reißen nicht ab. In der vergangenen Woche hat der DAX-Konzern ein schwaches Ergebnis für das zweite Halbjahr vorgelegt. Nun beklagt die Fluglinie auch noch fehlendes Personal.

Top-Verlierer Beiersdorf: Enttäuschende Zahlen

Beiersdorf konnte den Erwartungen der Analysten nicht gerecht werden. Sowohl beim Umsatz und Gewinn fielen die Ergebnisse schwächer aus. Vor allem der starke Euro hat den Nivea-Herseller einen Großteil des Wachstums gekostet.

Rheinmetall senkt Prognose: Ohne Russland keine Chance

Der Rüstungskonzern Rheinmetall wurde im ersten Halbjahr besonders stark von der Ukraine-Krise getroffen. Die eigenen Umsatz- und Gewinnziele können nach dem Verbot eines wichtigen Russland-Geschäfts durch die Bundesregierung nicht mehr erreicht werden. Durch die gesenkte Jahresprognose kommt die Aktie am Donnerstagmorgen stark unter Druck.

(Mit Material von dpa-AFX)