22.08.2014 Stefan Sommer

DAX schließt im Minus: Adidas, Allianz, Munich Re, ThyssenKrupp, Infineon, Deusche Bank, Commerzbank, Geratherm im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Von dem Einbruch der Vorwoche hat sich der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche wieder deutlich erholen können. Peu à peu hatte sich der DAX im Wochenverlauf bis jenseits der Marke von 9.400 Punkten vorgearbeitet. Dann setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein. Die Verlierer überwiegen klar, die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank sowie Infineon konnten den Leitindex mit den stärksten Tagesgewinnen aber stützen. Den Handel schloss der DAX mit 0,7 Prozent im Minus bei 9.339,17 Zählern.

Kaum reagiert haben die Börsen am Freitag auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Auf dem Treffen der Notenbanker in Jackson Hole gab sie keine klaren Hinweise auf eine möglicherweise frühere Zinserhöhung in den USA. Sie verwies auf die immer noch unbefriedigende Lage am Arbeitsmarkt, an der sich die US-Währungshüter zuletzt sehr stark orientiert hatten. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll vom letzten Treffen der US-Notenbank Fed (Fed Minutes) hatten Marktteilnehmer auf vorzeitig steigende Zinsen spekuliert. Im späteren Tagesverlauf wird sich noch der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, äußern.

Chart-Check Adidas: Aktie scheitert am Widerstand

Die Adidas-Aktie konnte sich in den letzten Tagen nach dem Kursrutsch infolge die Gewinnwarnung etwas erholen. Nun gehört der Wert am Freitag zu den Top-Verlierern im DAX. Auf diese Marken kommt es nun an.

Allianz-Aktie: Aufholjagd – noch viel Potenzial

Auch wenn die Aktie der Allianz am Freitag nicht zu den Gewinnern im DAX zählt – das Papier verliert gegen Mittag 0,6 Prozent auf 127,95 Euro – dürfte sich die langfristige Erholungsbewegung schon bald fortsetzen. Im Jahr 2011 notierte die Allianz-Aktie im Tief noch bei gut 56 Euro. Positiv gestimmt sind auch die Analysten.

Chart-Check Munich Re: Wichtige Marke – Aktie am Wendepunkt

Die Aktie der Munich Re notiert am Freitag im Minus. Der weltgrößte Rückversicherer wird von einem negativen Analystenkommentar der französischen Investmentbank Exane BNP belastet. Nach wie vor notiert der Kurs knapp oberhalb der Unterstützung bei 147,50 Euro.

ThyssenKrupp: Rund 20 Prozent Potenzial, aber …

Im schwachen Marktumfeld ist die Aktie von ThyssenKrupp am Freitag unter Druck geraten. Trotz einer positiven Studie von Independent Research zählt der Stahl- und Industriekonzern zu den schwächsten Werten im DAX. Charttechnisch muss der Blick vorerst wieder nach unten gerichtet werden.

Infineon: Daumen hoch nach Übernahme

Nach der angekündigten Übernahme des US-Halbleiterherstellers International Rectifier durch Infineon melden sich immer mehr Analysten zu Wort. Die Infineon-Aktie präsentiert sich am Freitag in einem unsicheren Marktumfeld robust und zählt zu den größten Gewinnern im DAX.

Deutsche Bank und Commerzbank: Platzt der Knoten?

Die Bank of America muss wegen riskanter Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise eine Rekordstrafe von 16,65 Milliarden Dollar (umgerechnet 12,5 Milliarden Euro) zahlen. Das teilte die amerikanische Regierung am Donnerstag in Washington mit. Börse paradox: Die Aktie steigt um vier Prozent. Die positive Reaktion kommt auch in Deutschland gut an - die Aktien von Commerzbank und Deutsche Bank stehen an der Spitze der Tagesgewinner

Medizintechnik-Perle Geratherm: Explosive Depotbeimischung mit 70 Prozent Kurspotenzial

Mit einem soliden Stammgeschäft und wachstumsstarken neuen Geschäftsbereichen will Geratherm Medical kräftig durchstarten. Dass das ein durchaus vielversprechendes Erfolgsrezept ist, hat DER AKTIONÄR bereits mehrfach erklärt. Mit den Zahlen zum zweiten Quartal hat Vorstand Vorstandschef Gert Frank nun einige interessante Details preisgegeben.

(Mit Material von dpa-AFX)