13.10.2015 Nikolas Kessler

DAX schließt im Minus, aber oberhalb von 10.000 Punkten: SAP, Barrick Gold, Volkswagen, Wirecard, Aareal Bank, Facebook, Tesla und Aurelius im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der jüngste Höhenflug am deutschen Aktienmarkt ist vorerst vorbei. Auslöser war am Dienstag der Kursabsturz des Autozulieferers Leoni, der mit seinem pessimistischen Geschäftsausblick auch die Papiere der Wettbewerber in die Tiefe riss. Leoni habe die Anleger geschockt, so Händler. Zusammen mit erneuten Kursverlusten bei den Stromversorgern sowie mauen Konjunkturdaten aus China und Deutschland habe dies die Indizes belastet.

Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 0,86 Prozent auf 10.032 Punkte, nachdem er im Verlauf gleich mehrmals unter die 10.000er-Marke gerutscht war. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es um 1,61 Prozent auf 19.728 Punkte nach unten – allein die Papiere des MDAX-Mitglieds Leoni brachen um mehr als ein Drittel ein. Der Technologiewerte-Index TecDAX gab um 1,66 Prozent auf 1.726 Punkte nach.

SAP: Nächste Hürde wartet - Analysten unbeeindruckt!

DER AKTIONÄR hatte bereits vor Tagen auf die charttechnisch aussichtsreiche Lage bei SAP hingewiesen. Mit den vorläufigen Q3-Zahlen hat die Aktie jetzt endgültig abgehoben. Für die Analysten allerdings noch kein Grund ihre Kursziele nach oben anzupassen.

Goldman Sachs: Anleger können sich die Rallye abschminken

Robert Halver glaubt daran, Roger Peeters tut es, auch Hendrik Leber ist für die letzten Monate des Jahres optimistisch für die Aktienkurse. David Kostin, Analyst bei Goldman Sachs, hingegen sieht schwarz.

Barrick Gold: 5 Fakten zur Dividende

Nachdem bereits die Dividende bei BASF, K+S und Royal Dutch Shell näher unter die Lupe genommen wurde, wirft DER AKTIONÄR nun einen genaueren Blick auf die Dividende bei Barrick Gold. Lange Zeit war die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten auch für Dividendenjäger relativ attraktiv. Wie sieht es aktuell aus?

Volkswagen: Investitionen werden zurückgeschraubt - S&P senkt Rating - Aktie fällt zurück

Volkswagen will wegen der hohen Kosten für den Abgas-Skandal eine Milliarde Euro weniger pro Jahr als bislang geplant investieren. Das Sparprogramm werde beschleunigt, teilte der Autokonzern am Dienstag in Wolfsburg mit. Außerdem solle die Diesel-Strategie neu ausgerichtet werden. Zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen soll es einen neuen Standard-"Baukasten" geben.

Wirecard: Neue Fantasie für den Aktien-Musterdepot-Wert?

Der Börsengang des britischen Zahlungsabwicklers Worldpay ist bei Investoren auf großes Interesse gestoßen. Noch vor rund sechs Wochen war das Gerücht über eine mögliche Übernahme durch Wirecard aufgekommen. Die TecDAX-Aktie kam daraufhin unter Druck. Doch die Abschläge gehören genauso wie das Gerücht längst der Vergangenheit an.

Aareal Bank: Besser als Commerzbank und Deutsche Bank!

Die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank zählen weiterhin zu den beliebtesten Aktien der deutschen Privatanleger – anders als die Aareal Bank. Seit der Finanzkrise hat sich der MDAX-Titel weitaus besser entwickelt als die beiden DAX-Werte. Und nach Ansicht der Experten vom Bankhaus Lampe dürfte dies auch so bleiben.

Facebook: Kauf-Button gleich Kaufsignal?

Facebook hat mit seinen 1,5 Milliarden Mitgliedern eine gewaltige Nutzer-Basis. Nun ergreift das Unternehmen einen Schritt dieses Potenzial weiter zu monetarisieren. Die Aktie steht vor einem Kaufsignal.

Tesla-Chef Elon Musk: „Die Zukunft ist elektrisch“

Noch zählen Teslas Model S und Model X zu den Exoten im Straßenverkehr , doch das soll sich schnell ändern. In einem Interview hat sich Tesla-CEO Elon Musk zur Zukunft der Mobilität geäußert und dabei die Wachstumsziele des Unternehmens bestätigt.

AURELIUS: „Wir wollen 2015 ein weiteres Rekordjahr abschließen“

Nachdem Aurelius im August durch den Verkauf einer Hotelimmobilie einen Ergebnisbeitrag in signifikant zweistelliger Millionenhöhe erzielt hat, "werden wir dieses Jahr mit Sicherheit noch weitere Verkäufe sehen", verrät CEO Dr. Dirk Markus im AKTIONÄRs-Interview. Bei einem Umsatz von über 1,9 Mrd. Euro erwartet die Münchner Beteiligungsholding im laufenden Jahr ein Gesamt-EBITDA von über 225 Mio. Euro. Mit einem aktuellen KGV von knapp über 10 und einer Dividendenrendite von um die fünf Prozent sieht er die Aurelius-Aktie "im Vergleich immer noch relativ günstig bewertet".

(Mit Material von dpa-AFX)