26.01.2015 Florian Söllner

DAX mit Rekordjagd: United Internet, Gold, BASF, SAP, BMW, JinkoSolar und Munich Re

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DAX
Trendthema

Trotz des Machtwechsels in Griechenland hat der deutsche Aktienmarkt seine Rekordjagd am Montag fortgesetzt. Der Leitindex DAX stieg erstmals über 10.800 Punkte. Das Mittelstands-Barometer MDax erreichte ebenfalls eine neue Bestmarke.

Die Anleger seien immer noch euphorisiert von der billionenschweren Geldspritze, die die Europäische Zentralbank (EZB) den Börsen in der Vorwoche verabreicht habe, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Auch der erwartete Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza in Griechenland habe nicht zu Panikverkäufen geführt.

Zum Börsenschluss stand der Dax 1,40 Prozent im Plus bei 10.798 Punkten.

United-Internet-Aktie vervielfacht sich

An einem weiteren starken Börsentag, an dem der TecDAX 1,4 Prozent zulegt und die Marke von 1.500 Punkten überspringen kann, kann die Aktie von United Internet erneut überproportional zulegen.

Siemens mit Kaufsignal

Am Dienstag legt Siemens im Rahmen der Hauptversammlung die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 vor. Analysten rechnen mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums in Höhe von 17,3 Milliarden Euro und einem leicht Gewinnrückgang

BASF: Nomura senkt den Daumen
Die Experten des Analysehauses Nomura haben die Aktien des Chemie-Weltmarktführers BASF erneut näher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der jüngsten Studie schmeckt den Börsianern allerdings weniger und setzt die Aktie des DAX-Konzerns im vorbörslichen Handel unter Druck.

SAP-Aktie: Die neueste Analysteneinschätzung
Europas größter Softwarekonzern hat zuletzt die Anleger enttäuscht. Wegen der hohen Investitionen in das Cloudgeschäft musste SAP seine Gewinnziele nach hinten schieben. Das ursprünglich für 2017 veranschlagte Ziel, eine EBIT-Marge vor Sonderposten von rund 35 Prozent zu erzielen, ist laut Konzernangaben nicht zu erreichen. Nachdem bereits etliche Analysten ihre Einschätzungen überarbeitet haben, legt auch das US-Analysehaus Bernstein Research nach.

BMW: Kursziel 116 Euro
Die Experten der DZ Bank bleiben für die BMW-Aktie nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Im Rahmen ihrer jüngsten Studie wurde das Anlagevotum mit „Kaufen“ bestätigt. Den fairen Wert für die DAX-Titel sieht Analyst Michael Punzet nun sogar bei 116 Euro.

JinkoSolar: Der große Solar-Gewinner 2015?
Der Jahresauftakt von JinkoSolar war bisher alles andere als überzeugend. Die Aktie ist weiter unter Druck geraten und notiert mit knapp 17 Dollar so niedrig wie zuletzt im Herbst 2013. Doch es gibt vermehrt Anzeichen für eine Trendwende. Das US-Wirtschaftsmagazin Barron´s nennt Gründe. JinkoSolar könnte einer der größten Gewinner 2015 werden.

Gold im Rückwärtsgang

Gold als auch Silber legen den Rückwärtsgang ein. Der Goldpreis testet gerade den Support bei 1.280 Dollar. „Überraschend kommt diese Konsolidierung nicht“, sagt Markus Bußler, Rohstoffexperte beim Anlegermagazin DER AKTIONÄR.

Musterdepotwert Munich Re: Aktie stürmt auf neues Mehrjahreshoch
Die Aktie der Munich Re präsentiert sich derzeit enorm stark. Zwar muss das Papier zum Auftakt der neuen Woche ein leichtes Minus von 0,6 Prozent auf 177,30 Euro verkraften, zuletzt ist aber der große Ausbruch über den Widerstand von 170 Euro gelungen. Bei 180,60 Euro hat die Aktie ein neues Mehrjahreshoch markiert. Bis zum Rekordhoch aus dem Jahr 2000 bei knapp 400 Euro ist aber nach wie vor noch ordentlich Luft.

(mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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