16.01.2015 Jochen Kauper

DAX mit Rekordhoch - EZB-Chef Mario Draghi muss liefern - Daimler, RWE, Infineon, Commerzbank, Deutsche Lufthansa, Facebook, Gold im Fokus

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DAX
Trendthema

Tut sie es oder tut sie es nicht? Diese Frage kreist nach dem Rekordhoch des Dax in den Köpfen der Anleger. Gemeint ist die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre am Donnerstag anstehende Entscheidung über den breit angelegten Kauf von Staatsanleihen. Die Erwartungen sind hoch. Alles andere als die Ankündigung eines solchen "QE"-Programms ("Quantitative Easing") würde die Akteure am Aktienmarkt enttäuschen, schrieb Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba in einer Studie. Entsprechend turbulent dürfte es am Aktienmarkt weitergehen. Impulse liefert dabei auch die Berichtssaison der Unternehmen, die weiter Fahrt aufnimmt. "Der Dax dürfte auf weitere Rekordhochs steigen, die Kurse aber weiterhin stark schwanken", sagte Portfoliomanager Ludwig Donnert von Orca Capital. Bereits am Freitag hatte der Dax seine Bestmarke aus dem Dezember übertroffen.

Inflation in Deutschland auf Fünf-Jahres-Tief

Neben der Entwicklung an den Devisenmärkten richteten sich die Blicke der Anleger am Freitag auch auf neue Konjunkturdaten. In Deutschland hat sich der Preisauftrieb am Jahresende erwartungsgemäß weiter abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 0,2 Prozent im Jahresvergleich. Eine niedrigere Rate wurde zuletzt im Oktober 2009 festgestellt. Am Nachmittag steht die Bekanntgabe der US-Industrieproduktion und des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan auf der Agenda.

Infineon-Aktie: Chip-Tuning für´s Depot

Es ist ein offenes Geheimnis: Die weltweiten Megatrends Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit gewinnen weiter an Bedeutung und bieten enormes Wachstumspotenzial – auch für Infineon. Mit seinen vier Segmenten ist der Chiphersteller genau auf diese drei großen gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtet. Die Hintergründe!

Paukenschlag bei RWE – Dea-Verkauf in trockenen Tüchern

RWE zählt am Freitag mit Abstand zum größten Gewinner im DAX. Der angeschlagene Energiekonzern kann seine Ölfördertochter Dea nach einer langen Zitterpartie nun doch verkaufen. Für fünf Milliarden Euro soll das Unternehmen bis Anfang März an den russischen Oligarchen Michail Fridman und die von ihm kontrollierte LetterOne-Gruppe gehen, wie RWE am Freitag mitteilte.

Daimler: Schlechte News – die Aktie wird trotzdem weiter steigen…

Daimler muss wegen Motorproblemen in Deutschland 114.000 Fahrzeuge zurückrufen. Bei einem Teil der Wagen mit Vier-Zylinder-Dieselmotor könne aufgrund defekter Dichtringe Öl am Kettenspanner des Motors austreten, erklärte das Unternehmen Betroffen sind mehrere Pkw- und Van-Modelle von Mercedes, die von Februar bis November 2014 gebaut wurden. Wie viele Fahrzeuge weltweit betroffen sind, teilte Daimler nicht mit.

Commerzbank: Spannung vor den Zahlen – Analyst warnt

Die Commerzbank-Aktie muss am Freitag ihre Kursgewinne vom Donnerstag fast schon wieder komplett abgeben. Bis die Bank die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt, dürfte sich das Auf und Ab fortsetzen. Den Grund kennt Goldman Sachs.

Lufthansa: Rollt die nächste Streikwelle heran?

Die Papiere der Lufthansa notieren am Freitag leichter. Für Verunsicherung sorgen ein negativer Analystenkommentar, sowie die Androhung einer neuen Streikwelle. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kritisierte am Donnerstag in Frankfurt das Management des Luftverkehrskonzerns scharf.

Facebook: Wissen, was los ist

Zig Millionen Deutsche logen sich täglich bei Facebook ein. Oder besser gesagt: Sie sind eingeloggt, denn kaum einer loggt sich jemals wieder aus. Die Plattform läuft quasi ständig im Hintergrund. Immer wieder mal wird die Seite dann aufgerufen, die neuesten Beiträge sortiert. Auch DER AKTIONÄR ist seit Jahren bei Facebook, informiert seine Leser über die neusten Entwicklungen. Ein Service, den Sie für sich nutzen sollten.

Goldpreis bricht nach oben aus – die Gründe

Nachdem sich der Goldpreis bereits in den vergangenen Tagen stark präsentiert hatte, konnte er im Zuge der Entscheidung der Schweizer Nationalbank (SNB) am Donnerstag gleich mehrere wichtige Widerstände nach oben durchbrechen. Nachdem die SNB die faktische Anbindung des Schweizer Franken an den Eurokurs aufgegeben und die Zinsen von minus 0,25 auf minus 0,75 Prozent gesenkt hatte, stieg die Notierung zeitweise bis auf 1.266,89 Dollar. Derzeit kostet eine Feinunze 1.257,61 Dollar. Damit befindet sich das Edelmetall auf dem höchsten Niveau seit Anfang September vergangenen Jahres.

(Mit Material von dpa-AFX)