21.07.2014 Thorsten Küfner

DAX mit Fehlstart: Commerzbank, Allianz, E.on, Banco Espirito Santo, Sky Deutschland, Gazprom, K+S im Fokus

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DAX
Trendthema

Der DAX hat am Montag ein Minus von 1,1 Prozent auf 9.612 Punkte aus. Größere Impulse von Konjunktur- und Unternehmensseite fehlten. Erst im weiteren Wochenlauf könnten dann auf der Agenda stehende wichtige Konjunkturdaten sowie die Berichtssaison stärker bewegen.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag unter dem Eindruck der jüngsten politischen Krisen weiter nachgegeben. Der Handel werde weiter von den wachsenden Spannungen nach dem mutmaßlichen Abschuss einer Passagiermaschine über der Ostukraine sowie von der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen bestimmt, schrieb Marktanalyst James Hughes vom Broker Alpari UK in einem Morgenkommentar.

Gazprom: Das Geschäft läuft normal weiter

Die Aktie von Gazprom geriet an den vergangenen Handelstagen erneut erheblich unter Druck – verständlich angesichts der sich wieder zuspitzenden Krise in der Ukraine, die nun auch noch 298 Menschen eines Passagierfliegers das Leben gekostet hat. Allerdings wurde trotz der anhaltenden Kämpfe in der Ostukraine zwischen Regierungstruppen und den pro-russischen Separatisten nun gemeldet, dass der Transit von russischem Erdgas durch die Ukraine nach Westeuropa nach wie vor problemlos verläuft

Commerzbank: Erst Zerschlagung, dann Verkauf?

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche kursieren um die teilstaatliche Commerzbank neue Spekulationen. Demnach soll die Option einer Zerschlagung und anschließendem Verkauf der Einzelteile in Erwägung gezogen werden. Der Bund soll grundsätzlich dazu bereit sein.

Sky Deutschland: Übernahmegerüchte kochen hoch

Die Papiere des Bezahlsenders Sky Deutschland notieren am Montag im frühen Handel stärker. Für Furore sorgen Medienberichte über eine mögliche Neusortierung der Fernsehaktivitäten von US-Medienmogul Rupert Murdoch.

Allianz: Flugzeuge statt Staatsanleihen

Die Allianz sucht sich angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen neue Anlagefelder. Es gebe Überlegungen, das Volumen an Staatsanleihen zurückzufahren und in neue Märkte zu gehen. Nach oben geht es seit geraumer Zeit mit der Allianz-Aktie. Sie kämpft zurzeit mit der 130-Euro-Marke.

E.on-Aktie: Die Bullen sind zurück

Der DAX startet am Montag extrem schwach in die neue Handelswoche. Die Versorger E.on und RWE sind kurz nach Handelseröffnung die einzigen Lichtblicke im deutschen Leitindex. Insbesondere bei E.on dürften die Bullen nach der Konsolidierung der vergangenen Tage wieder das Steuer übernehmen.

Banco Espirito Santo: Die Mutter ist pleite – was nun?

Nun ist amtlich, was sich bereits in den vergangenen Handelstagen abgezeichnet hat: Die Holding Espirito Santo International (ESI) hat Gläubigerschutz beantragt. Die Gesellschaft teilte am Wochenende mit: „ESI ist derzeit nicht in der Lage, ihre Schulden zu bedienen.“ Nun fragen sich viele Marktteilnehmer natürlich, welche anderen Firmen der Espirito-Santo-Gruppe ebenfalls insolvenzgefährdet sind. Etwa auch die Banco Espirito Santo (BES).

K+S: US-Bank rät zum Kauf

Die Aktie des Kali- und Salzproduzenten K+S ist weiter in einer Seitwärtsbewegung gefangen. Neue Impulse sind derzeit Fehlanzeige. Und bei den Analysten stehen sich Bullen und Bären gegenüber, wie bei kaum einer anderen Aktie. Die Kursziele reichen von 29,00 bis 12,00 Euro. Heute meldet sich ein bullisher Vertreter zu Wort.
(Mit Material von dap-AFX)