29.04.2015 Thorsten Küfner

DAX bricht ein: Deutsche Bank, Salzgitter, Gazprom, Osram, Luftansa, Twitter und SAP im Fokus

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DAX
Trendthema

Der Höhenflug des Euro hat am Mittwoch die Anleger in die Flucht getrieben. Der Dax brach zum Handelsende um 3,21 Prozent auf 11 432,72 Punkte ein. Dies ist in diesem Jahr der bislang größte Tagesverlust und zugleich der tiefste Stand seit sieben Wochen. Der MDax verlor 2,75 Prozent auf 20 341,99 Punkte und der TecDax büßte 2,60 Prozent auf 1604,88 Punkte ein.

Verantwortlich für die deutliche Euro-Erholung war auch das überraschend schwache Wirtschaftswachstum in den USA. Im ersten Quartal war die Dynamik dort so schwach wie seit einem Jahr nicht mehr. Vor allem US-Investoren nähmen den erstarkten Euro nun zum Anlass, bei deutschen Aktien Gewinne mitzunehmen, sagte Händler Oliver Roth von der Investmentbank Oddo Seydler.

Vor US-Zinsentscheid: Euro steigt, DAX fällt – droht ein Ausverkauf?

Schwache US-Konjunkturdaten und ein steigender Euro haben den DAX erneut unter Druck gesetzt. Nach einem freundlichen Start drehte der Leitindex in die Verlustzone. Am Nachmittag und markierte der DAX zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit März. Müssen die Bullen nun kapitulieren?

Salzgitter überrascht mit Gewinnprognose

Nach einem starken Start in das neue Geschäftsjahr hat der Stahlproduzent Salzgitter seine Gewinnprognose für das laufende Jahr am Mittwoch überraschend angehoben. Die Aktie schwankt seitdem sehr volatil.

Gazprom: Der Gewinn sinkt um 86 Prozent!

Das Jahr 2014 war alles andere als leicht für Gazprom. Wie erwartet ist daher der Überschuss des weltgrößten Erdgasproduzenten regelrecht eingebrochen: Vor allem wegen der Ukraine-Krise und des warmen Wetters ist der Nettogewinn im vergangenen Jahr um satte 86 Prozent auf 159 Milliarden Rubel (2,8 Milliarden Euro) gefallen.

Osram: Prognose bestätigt - Lampengeschäft bleibt Sorgenkind

Der Lichtspezialist Osram hat die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal und den Ausblick für das Gesamtjahr am Mittwochmorgen bestätigt. Außerdem wurden weitere Details zur geplanten Abspaltung des traditionellen Lampengeschäfts bekannt. Nach vorbörslichen Gewinnen ist die Osram-Aktie im frühen Handel ins Minus gedreht.

Lufthansa mit Hauptversammlung: Trendwende für die Aktie?

In einem extrem schwachen Gesamtmarktumfeld kann die Aktie der Deutschen Lufthansa am Mittwoch zumindest leicht zulegen. Hintergrund sind positive Aussagen von Vorstandschef Carsten Spohr auf der Hauptversammlung der Airline

Deutsche Bank lobt Deutsche Telekom: "Besser als die Wettbewerber"

Die Deutsche Telekom Aktie befindet sich nach der atemberaubenden Rallye seit Oktober 2014 aktuell in einer zähen Konsolidierung knapp unter 52-Wochenhoch. Für positive Impulse könnte nun eine Studie der Deutschen Bank sorgen.

Kurseinbruch nach Zahlen: ElringKlinger und Drägerwerk kräftig abgestraft

Der Autozulieferer ElringKlinger hat trotz eines kräftigen Umsatzsprungs operativ im ersten Quartal geschwächelt. Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk ist im Auftaktquartal 2015 in die roten Zahlen gerutscht. Die Investoren reagierten bei beiden Aktien extrem verschnupft.

Twitter: Was für ein Debakel!

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat die Anleger mit seinen Quartalszahlen schwer enttäuscht. Die Aktie verlor am Dienstag gut 18 Prozent nachdem Eckdaten vorzeitig durchsickerten. Daraufhin wurde die Twitter-Aktie sogar teilweise vom Handel ausgesetzt.

SAP-Aktie - gelingt jetzt der Mega-Ausbruch? Das sagen die Analysten

Die Aktie von SAP notiert am Mittwochvormittag mit 0,3 Prozent leicht im Minus bei 69,57 Euro. Damit befindet sich der Wert weiter auf Tuchfühlung zu seinem im Jahr 2000 bei 71,58 Euro markierten Allzeithoch. Kann dieser Widerstand genommen werden, wäre dies ein massives charttechnisches Kaufsignal für die Aktie. Zuletzt haben auch wieder einige Analysten den Wert genauer unter die Lupe genommen.

(mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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